Selbstgebackene Brezeln

Hmmm, Herbst. Oktoberfest. Bier. Brezeln! Seit Tagen sehe ich Fotos vom Oktoberfest (und, naja, bei World of Warcraft gibt es dazu passend das World Event “Brewfest” mit vielen Specials). Prompt hab ich tagelang Lust auf Brezeln. Die meisten in den Läden mag ich aber nicht… was noch geht, sind die von Ditsch (wobei die so weich sind, das kommt mir ein bisschen gruselig vor, wer weiß was da drin ist), und ganz toll sind die von der Hofpfisterei, aber die gibt’s nur in Bayern und Berlin. Was machen? Selberbacken! Schnell bei foodgawker.com ein Rezept rausgesucht und ab in die Küche.

Das Rezept verrate ich euch natürlich auch; es ist aber mal wieder mit Cups bemessen, also müssen die meisten von euch wahrscheinlich doof rumrechnen, wenn ihr das so nachbacken wollt. :P Das Original in Englisch findet ihr hier. (Susan vom Wild Yeast Blog hat es übrigens umgerechnet ins metrische System, aber die doppelte Menge gemacht. Das könnt ihr natürlich auch, ich hab mich aber an das Originalrezept gehalten!)

Ofenfrische Brezeln (12 Stk.)

Zutaten:
1 Päckchen Trockenhefe (ca. 2 ¼ TL)
1 ½ TL Zucker
1 Cup warmes Wasser
2 ½ Mehl (Typ 550)
1 TL Salz
6 Cups Wasser
2 EL Backnatron
1 Ei
grobkörniges Salz
optional: Paniermehl

1. Manche Hefenarten muss man “aktivieren”; dazu die Hefe und den Zucker im warmen Wasser auflösen und ca. 5min stehen lassen. Wer dafür zu faul ist oder Trockenhefe hat, die auch so funktioniert (wie ich), packt das Ganze einfach gleich mit dem Mehl  und dem Salz zusammen in die Schüssel.

2. Mir ist eingefallen, dass unsere wundervolle, geniale, vergötterungswerte Küchenmaschine auch einen Brothaken-Aufsatz hat, und hab ihn heute zum ersten Mal ausprobiert. Anschalten, warten. Der Rest von euch muss kneten. Und kneten. Und kneten. Per Hand etwa 20min, würde ich sagen. Je nachdem, wie gut ihr knetet, vielleicht auch nur 10.

3. Eine große Schüssel leicht einölen (psst: ich hab’s nicht gemacht),  den Teig reinlegen und mit einem Geschirrtuch abdecken. Für ca. 40min an einem warmen Ort (Zimmertemperatur) gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

4. Den Teig kurz durchkneten, nochmal abdecken und 5min stehen lassen. Dann ihn in 12 gleich große Stücke teilen.

5. Jede Portion zu einer ca. 40cm langen Schlange rollen. Brezel formen: (Dafür hab ich leider kein Bild, aber das Originalrezept hat ein gutes dafür) mit dem Teig einen Kreis formen, die Enden überlegen, und dann den Rest der Brezel legen.

6. Brezeln auf ein Backblech legen, abdecken und 10min gehen lassen. Währenddessen 6 Cups Wasser mit 2 TL Natron kombinieren und zum Kochen bringen.

7. Jetzt kommt der “Laugen” Part im “Laugen”gebäck ins Spiel! Wenn das Wasser kocht, auf niedrige Flamme runterdrehen. Jede Brezel mit einem Sieblöffel (o.ä.) vorsichtig in das Wasser lassen, und 15 Sekunden baden. Umdrehen, und nochmal 15 Sekunden von der anderen Seite baden. Dann die Brezel auf einem Abtropfgitter, naja, eben abtropfen lassen.

8. Backofen auf 220°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen und ggf. mit Paniermehl bestreuen. Das soll die Brezeln vor Anpappen bewahren. Brezeln aufs Backblech packen.

9. Ein Ei mit 1 TL Wasser verquirlen und mit einem Pinsel die Brezeln mit dem Ei bepinseln. Das grobkörnige Salz auf die Brezeln streuen (je nach Geschmack. Ich mag Brezeln eher nicht so schrecklich salzig, also hab ich versucht recht sparsam zu sein).

10. Brezeln für ca. 12 Minuten backen. Ofenfrisch genießen.

Ich bin richtig stolz!! Hab nicht gedacht, dass die auf Anhieb SO gut werden. Besonders warm haben sie richtig klasse geschmeckt. Das Rezept wandert definitiv in mein Standardrepertoire. So einfach! Obwohl man dann irgendwie schon den halben Nachmittag damit verbringt – besonders, wenn man so einen winzigen Ofen hat wie wir. Ist es aber wert! Nom nom nom…

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