Spaghetti Bolognese

Wisst ihr, was das Gute an meinem Freund ist? Er kann kochen. Bis vor kurzem hat er als Apprentice Chef in einer Hotel-/Restaurantküche gearbeitet, zeitgleich macht er bis Juni einen einjährigen professionellen Kochkurs. Ich liebe es, ihm beim Kochen zuzugucken, oder Schnippelhilfe zu bieten (wobei dieser dann meistens mit Entsetztensschreien à la You’re cutting it wrong!!! gedankt wird. Hmpf). Heute möchte ich euch ein Gericht vorstellen, was wir am Mittwoch gekocht haben:

Spaghetti Bolognese (à la Guy)

Zutaten (ca. 3 Portionen):
½ Packung Spaghetti (ca. 250g)
500g Rinderhackfleisch
500g passierte Tomaten
1 Zwiebel
1 Karotte
4 Selleriestangen
1 Knoblauchzehe
125ml Rotwein
Olivenöl (oder Butter)
Salz
Pfeffer
Lorbeerblätter
Fischsauce

Optional:

frischer Basilikum
Balsamico-Creme

1. Zwiebeln würfeln. Knoblauch in Scheiben schneiden und mit ein bisschen Salz pressen. Wenn ihr eine Knoblauchpresse oder ähnliches habt, benutzt sie.

2. In einer Pfanne etwas Butterschmalz (oder, besser: Olivenöl, bzw. ein Mix aus beidem) erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch anbraten. Flamme auf klein halten, die Zwiebeln werden lange in der Pfanne sein, sollen aber nur glasig werden, nicht braun.

3. Die Karotte schälen. Mit einem Julienne Schäler in dünne Streifen schneiden (oder, falls ihr keinen habt… viel Spaß beim Schnippeln. D:). Die Streifen zu kleinen Stücken weiterverarbeiten. In die Pfanne zu den Zwiebeln geben.

4. Den Selleriestangen die Fäden ziehen (ahahahaha). In Streifen schneiden.

5. Weiter feinhacken und nebenbei zum Möchtegernprofifotografen mutieren. Zu den Karotten und den Zwiebeln in die Pfanne geben.

6. In einer zweiten Pfanne das Hackfleisch anbraten. Auf höchster Flamme, ohne Öl (das Fleisch hat genug Eigenfett, passt einfach nur auf, dass es euch nicht anbrennt). Regelmäßig mit Löffel o.ä. in kleinere Stücke trennen.

7. Den Rotwein zum Gemüse geben. Außerdem den Wasserkocher anstellen. Das Wasser ist für die Nudeln, also stellt sicher, dass es genug Wasser ist.

8. Wenn das Hackfleisch gebraten ist und der Wein auf etwa die Hälfte reduziert ist, das Fleisch in die Pfanne zum Gemüse geben und gut unterrühren. Vorsichtig mit den passierten Tomaten aufgießen. Ihr braucht wahrscheinlich nicht die ganze Packung, gießt immer nur ein bisschen auf, und wartet, bis die Sauce wieder runterkocht.

9. Die Lorbeerblätter und Fischsauce (ca. einen TL) dazugeben. Wenn das Wasser (für die Nudeln) kocht, mit 1 TL Salz würzen. (Und den Freund davon abhalten, Öl dazuzugeben. Dann kleben sie vielleicht weniger aneinander, können aber auch die Sauce nicht so gut aufnehmen!)

10. Mit den Spaghetti ein Kunstwerk veranstalten.

Et voilà! Die Lorbeerblätter aus der Sauce bitte bitte wieder herausnehmen, servieren, vielleicht noch mit frischem Basilikum und Basilico-Creme garnieren. Fertig! Und suuuuperlecker!

Advertisements

3 Responses to Spaghetti Bolognese

  1. Carolin says:

    Das sieht echt lecker aus!
    Mit Wein koche ich ja nie – ich trinke halt keinen, hab also dementsprechend keinen im Haus – aber ausprobieren würd ich’s schon gerne, weil es eben wirklich gut Geschmack gibt.
    Was ich allerdings nicht leiden kann sind Karotten in meiner Bolognese … irgendwie stören mich die Stücke immer extrem.

    Und Öl im Nudelwasser bringt angeblich gar nichts – weil es schwimmt ja oben und die Nudeln sind drunter. Man höchstens nach dem Abtropfen Öl bzw. Butter dazu geben … das würde dann das Verkleben wirklich verhindern.

  2. Babz says:

    Der Mann wird mir sympathisch, denn er macht richtige Bolognese… es gibt viel zu viele Leute, die Hackfleisch und Tomatensoße zusammenkippen und dann BEHAUPTEN, es sei Bolognese… Humbug! Allerdings würde ich den Knoblauch nicht mit anbraten, der wird dabei gerne mal bitter…

    Und Öl im Nudelwasser ist absoluter Quatsch, dann die Nudeln nach dem Abgießen besser kurz abwaschen, dann kleben sie auch nicht so sehr 😉

  3. Mogy says:

    Lustigerweise machen wir unsere Bolognese eigentlich echt genauso. Manchmal schnippelt meine Ma (ohne mein Wissen) noch etwas Hühnerleber dazu. Das schmeckt echt gut, aber wenn ich es weiß, ekelt es mich schon ein bisschen – aber ich bin was Essen angeht auch etwas sehr schwierig.

    Sieht sehr lecker aus. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: