Avengers, Assemble!

Oh wow. Ich war also heute im Kino. The Avengers. Vier Kinos in Deutschland (in Essen, Berlin, Paderborn und… das letzte haben sie irgendwie gar nicht erwähnt?) hatten das Glück, einen Livestream der Europapremiere in London, sowie eine anschließende Preview des Films zu sehen, im Originalton. Klar, das lasse ich mir doch nicht entgehen. Auch für 10€ nicht. (Wobei das in manchen Kinos ja mittlerweile Standardpreise sind… besonders für 3D. Aua, aua, aua.)

Das ganze Spektakel war von Anfang an ziemlich … interessant. Bezeichnend waren die vier Männer in schwarzen Anzügen, die mit Adleraugen darauf aufpassten, dass niemand während des Films sein Handy oder seine Kamera zückt. Der Film ist ja offiziell noch nicht angelaufen – nirgends.
Präsentiert wurde das ganze von Deutschlands Seite aus von ProSieben. Leider. Glücklicherweise allerdings gab es da zunächst Probleme mit der Satellitenübertragung, sodass wir zunächst die offizielle britische Übertragung gesehen hatten. Irgendwann funkte dann aber die *hust* total tolle *hust hust* Annemarie Warnkross dazwischen. Und begann zu labern. Und zwar Schrott. Und zwar viel Schrott. Es ging von „Eric Bänä“, der vor Mark Ruffalo den Hulk gespielt hat, zu „si ÄH-wenndschas“ (Betonung auf „ÄH“), die wir bald sehen würden. Die beiden Mädels kreischte (!) sie jeweils an, wie toll doch deren Kleider wären, fragte beide die gleichen generischen Fragen („Wie lange hast du trainiert??“ – „War’s toll endlich mal Jungs zu verhauen??“) und kurzum… blamierte sich maßlos. Ich fand die eigentliche Moderation der ganzen Red Carpet Show im Westfield Shopping Centre um einiges interessanter. Die allgemeine Stimmung im Kino machte ähnliches aus. Auch hinterher, auf dem Weg nach draußen hörte ich immer wieder Stimmen von wegen „kein Wunder, dass die Welt nicht viel von Deutschland hält, wenn wir so jemanden zu solchen Events schicken“. Absolut.

Genug zum Fremdschämen, mehr zum Film. Ich hatte selten so viel Spaß an einem Film. Das letzte Mal ist sehr, sehr lange her. Natürlich ist das Tempo im Film ziemlich angezogen – Action Film schließlich – also kamen auch die Sprüche in ähnlichem Tempo. Besonders wenn man einen Charakter wie Tony Stark im Team hat. Es war mitreißend, spannend, witzig, und vor allen Dingen: gut gemacht.
Was ich vergessen hatte (und deshalb keine Kontaktlinsen dabei hatte, grrr), war, dass es in 3D gezeigt wurde. Ich habe mir jetzt schon mehrere 3D Filme zu Leibe geführt (Avatar, Fluch der Karibik 4, und ich könnte schwören, da wäre noch einer gewesen), und so langsam scheinen sie es echt draufzuhaben, diese… Kinomenschen. Während es bei Avatar zwar interessant, aber doch sehr kopfschmerzenbereitend war und in Fluch der Karibik nicht wirklich ausgeschöpft wurde, bietet The Avengers wirklich ein gutes Maß an 3D Arbeit. Es wurde viel mit Einstellungen und Shots gespielt, interessante Perspektiven und Spielereien, es hat gesessen und es wurde einem nicht schwindlig. Bis auf eine Sache. Ein einziges Haus. Vor dem Stark Tower ist ein etwas altmodisches Haus, das Statuen auf dem Dach hat. Ihr wisst schon, wie die Quadriga auf dem Brandernburger Tor zum Beispiel. Diese Figuren sind in mehr als einer Szene platt. An sich war es zu schnell vorbei um wirklich genau was zu sehen / etwas darüber sagen zu können, aber ich könnte schwören…!!
Das war aber auch schon der einzige 3D „Fehler“, den ich mitbekommen habe.

Von den teilweise genialen Witzen würde ich euch an sich gerne erzählen, allerdings sind sie so ziemlich alle ziemlich, ziemlich spoilerhaft, also behalte ich das lieber für mich. Deswegen verbleibt für mich nur noch zu sagen:

Der deutsche Kinostart für The Avengers ist der 26. April. 🙂

happythankyoumoreplease


Quelle (Presskit)

Dieser Film ist von Josh Radnor – allen bekannt als Ted in How I Met Your Mother. In diesem Film ist er nicht nur der Hauptdarsteller, sondern hat ihn auch selbst geschrieben und Regie geführt.

happythankyoumoreplease (IMDB/Trailer)

Der Titel sagt eigentlich schon alles über die Botschaft, die der Film mitgibt. Happy. Thank you. More Please. Genieße das Leben, sei der Mensch, der es wert ist, geliebt zu werden. Akzeptiere die Liebe deiner Mitmenschen. Sei dankbar. Go get yourself loved.

Die Geschichte verfolgt die Beziehungen zwischen verschiedenen Menschen. Da ist Sam, der erfolglose Freelance-Autor, der in der U-Bahn einen kleinen Jungen (Rasheen) aufgabelt, der von seiner Mutter (bzw, wie Sam später erfährt, einer Pflegemutter) getrennt wird und sich weigert, zurückzugehen. Sams beste Freundin Annie, die unter Allopezie (starkem Haarausfall) leidet und sich trotz ihrer hoffnungslos liebeswürdigen und optimistischen Lebenseinstellung schwer tut, sich lieben zu lassen. Außerdem Sam’s Cousine Mary Catherine, deren Freund viel beruflich unterwegs ist, und sie dann auch damit überrumpelt, dass er mit ihr nach Los Angeles ziehen will – sie aber kann sich von New York nicht trennen, und hat außerdem noch ganz andere Probleme.
Und natürlich noch Mississippi, eine Kellnerin und Sängerin, in die sich Sam verknallt, und versucht ihr aufzufallen.

Vieles hat mich zu diesem Film hingezogen. Da wär natürlich einfach schon allein die Tatsache, dass Josh-effin-Radnor ihn geschrieben hat! Außerdem hat mir der Trailer gefallen – wie auch die Botschaft des Films.  In einem Interview sagte Radnor, es gebe zu viele Filme, die hoffnungslos, finster und zynisch sind und gerade aufgrund dessen „anspruchsvoller“ und „intellektueller“ sind. Mit happythankyoumoreplease wollte er genau das Gegenteil anpeilen, denn „wo auch immer man selbst auf der ‚Zynismusskala‘ hinfällt, tief innen drin möchten wir doch alle wissen, dass alles okay sein wird –  dass Veränderung möglich ist, das Wachstum möglich ist. Ich klammere mich nicht durch naiven Idealismus an diese Auffassung; ich glaube es wirklich.“

Und das bekommt man in dem Film auch zu spüren. Wie man es von einigen kleineren (intellektuellen ;P) Filmen ja möglicherweise kennt, ist happythankyoumoreplease ein bisschen, mh, slow-paced (gibt es dafür eigentlich eine angemessene deutsche Übersetzung? „Langsam“ und „gemütlich“ passt hier nicht wirklich hin). Der Film gibt sich Zeit, was sehr angenehm ist. Er strahlt somit selbst durch die Cinematografie die Ruhe und Positivität aus, die er bezwecken will.

Die Annie im Film, gespielt von Malin Åkerman, dürfte einigen von euch übrigens sogar ein bisschen bekannt sein – auch wenn euch das durch ihre Haarlosigkeit hier nicht so ganz auffallen könnte. Sie spielte auch in einer Episode von How I Met Your Mother mit: als die „Film Stella“ in der Verfilmung von Ted’s beinahe-Hochzeit („The Wedding Bride„)!
Die Schauspielerin von Mississippi, Kate Mara, kommt mir auch unglaublich bekannt vor. Ihre Filmografie sagt mir allerdings gar nicht – bzw. habe ich die Filme und Serien nicht gesehen. Außer Brokeback Mountain, aber da hatte sie keine große Rolle, von daher…?

Auf jeden Fall kann ich den Film an alle, alle, alle weiterempfehlen. Er ist wunderschön, witzig und unglaublich positiv. Leider kommt er bei uns gar nicht ins Kino, bei Amazon Deutschland gibt es nur eine schwedische Fassung (?!), amerikanische DVDs kann man hier wegen der unterschiedlichen Region nicht schauen… bleibt zu hoffen, dass es die DVD (USA Release 15. Juni) irgendwann bei Amazon UK oder HMV gibt. Jarr.

The Invention of Lying

Ursprünglich wollte ich diesen Film im Kino sehen, aber das hat nicht so ganz geklappt.

The Invention of Lying („Lügen macht erfinderisch“; IMDB/Trailer)

Was wäre, wenn jeder nur die Wahrheit sagen könnte? Mark Bellison lebt in einer solchen Welt. Und hat es nicht einfach, denn er hat nicht viel, was für sich spricht: erfolgloser Drehbuchautor, pummelig, stupsnasig — das heißt, tägliche Kritik. Denn es wird ja nichts verheimlicht.
Eines Tages ändert sich das jedoch, und er ist der erste — und bis zuletzt einzige — Mensch, der das Lügen lernt. Natürlich nutzt er das aus, besonders um seinem großen Schwarm Anna zu gefallen. Wenn jedoch jeder deine Lügen glaubt, ist das gar nicht so ungefährlich…

Von dem Film habe ich mehr erwartet. Der Trailer war ganz lustig, hatte aber irgendwie auch schon die interessantesten Stellen drin. Was darüber hinaus ganz amüsant war, aber eher im Hintergrund bemerkbar war, sind Sachen wie die Werbung (sie hätten „Die beste Cola der Welt“ kann schließlich in dieser Parallelwelt niemand von sich behaupten!).
Die „Ehrlichkeit“ der Charaktere geht einem sehr schnell auf den Geist, weil es genau auf das hinausläuft, was man als erstes vermutet: Beleidigungen und peinliche Situation. Die ganze. Zeit.

Irgendwo aber doch ganz amüsant, ich habe mich nur gefragt, was der liebe Ricky Gervais (als Protagonist Mark) dort als einziger mit englischen Akzent suchte. Aber das ist schließlich auch in Filmen wie Night at the Museum sein Markenzeichen gewesen, von daher…
Jennifer Garner spielt außerdem als Anna mit. Die Frau ist ganz okay. Ihre Rolle ist irgendwie so ähnlich wie in 13 going on 30, da sie hier quasi wieder eine sehr naive Person spielt, die eigentlich erwachsen ist (in diesem Fall, weil sie Marks Lügen blind glaubt).

Life As We Know It

Mit den Filmberichten hinke ich schon wieder etwas hinterher, aber hey! Hihi. Dieser stammt aus meinen letzten Tagen in Berlin. Ich wollte unbedingt noch einmal ins Kino!

Life As We Know It („So spielt das Leben“; IMDB/Trailer)

Holly und Messer, verkuppelt durch ihre jeweils besten Freunde, brauchen nur ein einziges Date, um zu wissen: „Den/die will ich nie wieder sehen!“
Daraus wird aber nichts, da sie von ebenjenen Freunden beide zu Paten der kleinen Sophie gemacht werden.
Als die Elten in einem Autounfall sterben, müssen Messer und Holly erfahren, dass sie beide, zusammen die Vormundschaft für Sophie übernehmen, sie adoptieren und aufziehen sollen. Also ziehen sie zusammen in das Haus ihrer verstorbenen Freunde ein und das Chaos beginnt…

Ach, was will man dazu schon groß sagen. Liebeskomödie auf einem sehr durchschnittlichen Niveau. Unterhaltsam, ganz okay, aber nicht der Film des Jahres.
Katherine Heigl spielt Holly, ansonsten kennt man sie vielleicht aus der Serie Grey’s Anatomy oder dem Spielfilm 27 Dresses. Für mich war es der erste Film mit ihr und… ja. Ganz okay, Durschnitt (alles Durchschnitt hier!!) — ihre Glubschaugen haben mir in manchen Szenen Angst gemacht. Hm. Sah aus wie ein wütender Stier.

Die Kinoerfahrung war diesmal auch ganz interessant. Das komplette Gegenteil zu The Social Network, wie berichtet. Während es dort (am Kinodienstag und eher abends) knallvoll war, saßen diesmal (Samstag Nachmittag) genau zwei Personen im Saal. Mich eingeschlossen. Auch sehr interessant. Und man hat uns Karten an zwei recht weit auseinanderliegenden Plätzen im Saal gegeben. Heh.

Auf jeden Fall, ja. Wer Liebeskomödien mit ein bisschen Tragödie, ein bisschen Herzschmerz, ein bisschen Lachmuselnbeanspruchung mag, der ist mit Life As We Know It ganz gut bedient, wer ein bisschen mehr Tiefe erwartet, der… nicht.

Scott Pilgrim vs. the World

Okay. Ich muss mich jetzt echt am Riemen reißen um überhaupt irgendwas (für euch) Sinnvolles zu schreiben.
Gestern war ich mit Stüffs im Kino — was an Freitag/Samstag/Sonntag übrigens arschteuer ist — und zwar in dem Film, auf den ich seit Monaten gewartet habe.

Scott Pilgrim vs. the World (IMDB/Trailer/zweiter Trailer)

Im ersten Eintrag über diesen Film habe ich ja schon einiges geschrieben, aber ich wiederhole es hier gerne nochmal.
Scott Pilgrim ist Bassspieler in einer Band, und verliebt sich in die mysteriöse und unnahbare Ramona Flowers. Um mit ihr zusammen zu sein, muss er allerdings erst die „League of Evil Exes“ besiegen — Ramonas sieben Ex-Lover, die es alle echt in sich haben.

Der Film ist eine Verfilmung des 6-bändigen Comics von Bryan Lee O’Malley, Regie und Drehbuch von niemand anderem als Edgar Wright, dem Genie, der auch bei Shaun of the Dead und Hot Fuzz zusammen mit Simon Pegg die Feder geführt hat.

Ohne großes drumherum:
Ich… liebe diesen Film. Und das war mir 5 Sekunden nach Anfang bereits klar, als das Universal Logo in 16-bit Grafik auf der Leinwand erschien und die Universal Titelmelodie in Midi-Tönen erklang.
Und so ging es auch schön den ganzen Film weiter. Jede Szene strotze vor Referenzen zu Videospielen und teilweise gut versteckten, teilweise schön offensichtlichen Insiderwitzen für Gamer. Und auch sonst gab es so viel zu Lachen, die Schauspieler haben perfekt zu ihren Rollen gepasst. Ja, auch Michael Cera! Ich hatte im ersten Eintrag schon angedeutet, dass ich ihn, ahem, nicht leiden kann, aber niemand wäre besser für die Rolle von Scott Pilgrim gewesen. Und niemand wär für Michael Cera besser gewesen als Scott Pilgrim. Will sagen: die Rolle hat einfach nur perfekt gepasst. Er konnte auch mal richtig zeigen, was er draufhatte. In seinen anderen Filmen hat er eigentlich immer den unsicheren, tollpatschigen (nutzlosen) Nerd gespielt. Als Scott Pilgrim hat er aber auch richtig zugehauen. Darüber hinaus gab es keine dieser fürchterlichen Fremdschäm-Szenen, die darauf angelegt sind, dass man als Zuschauer da sitzt und entwederden Kerl auf der Leinwand auslacht wie sonstwas, oder aber mit ihm selbst am liebsten im Boden versinken möchte.

Ich habe Stüffs (die die Comics nicht gelesen hat) jetzt nicht gefragt, aber ich bin der Meinung, auch ohne die Vorlage zu kennen, kann der Film sehr gut verstanden werden. Bzw, nur da wo es nötig ist. Denn: großartig viel Sinn macht der Film hier und da nicht. Muss er aber auch gar nicht. ;D

Jeder, der Videospiele mag (oder gerne mögen würde, heh) darf sich diesen Film nicht entgehen lassen. Keine Ausrede, ab ins Kino. Und auch darüber hinaus: wer einfach mal richtig gut unterhalten werden will — seht ihn euch an!

(Der Soundtrack ist übrigens auch toll. Seit der Trailer draußen ist, höre ich Blood Red Shoes – It’s Getting Boring by the Sea rauf und runter. Und das ist nur eines der Highlights 🙂 !)

So. Und ich mach mich jetzt gleich ans Packen für das sechstägige Bildungsseminar. Die nächste Woche wird es hier also ein bisschen ruhig — außer ich freunde mich dann doch mal mit der WordPress App an und schreib euch in einer freien Minute Berichte. 😉

The Social Network

Und gleich der nächste Bericht hinterher. Diesmal habe ich den Kinodienstag ausgenutzt.

The Social Network (IMDB/Trailer)

Der Film ist die Geschichte Facebooks — oder besser gesagt, die Geschichte des Menschens hinter Facebook, Gründer Mark Zuckerberg. Sie wird in eine Rahmenhandlung zweier Gerichtsverfahren gegen Mark eingebettet, die rückblicken auf das Entstehen der Idee und der Sensation des neuen sozialen Netzwerks, das die Onlinewelt revolutionieren würde.

Schon wieder basiert alles auf einem Buch — The Accidental Billionaires: The Founders of Facebook, A Tale of Sex, Money, Genius, and Betrayal, von Ben Mezrich. Eduardo Saverin, bester (und laut Filminhalt „einziger“) Freund Zuckerbergs und Mitgründer Facebooks (im Film von Andrew Garfield gespielt) diente dem Autoren als Referent, somit basiert The Accidental Billionaires, wie auch der Film, im Endeffekt auf seiner Sichtweise.

Der Film ist gut. Wie groß der Wahrheitsgehalt ist — egal. Er inspiriert, und Mark Zuckerberg (gespielt von Jesse Eisenberg) kommt nicht als ein totales Arschloch rüber, wie es in vielen Kritiken gefürchtet wurde. Ich persönlich hatte eher Mitleid mit ihm, größtenteils.
Gerne würde ich mal wirklich die ganze Gründungsgeschichte Facebooks zurückverfolgen können. So wirklich die Möglichkeit gibt es dazu nicht.

Zuckerberg selbst äußerte sich meines Wissens nach nicht großartig negativ (oder positiv) zum Film. Allerdings meinte er, er wünschte sich, „es würden keine Filme über ihn gemacht, solange er noch lebte“. Kommt eigentlich wirklich reichlich komisch, mh?

Viele werden sich den Film bestimmt eh schon angeschaut haben. Ist ein Film über Facebook, muss man doch sehen, höhö.

Das Kino war auch unglaublich voll! Nicht nur speziell „unser“ Saal (der wirklich randvoll war, ich hatte mein Ticket immerhin noch eine Stunde vor Film gekauft, und nur noch einen Randplatz bekommen, egal in welcher Reihe), sondern das ganze CineStar. Hab ich irgendwas verpasst? Ich meine, ja gut, Kinotag, aber ich war doch schon öfters (eigentlich, größtenteils: nur) am Kinodienstag dort, und so schlimm war es selten! Hui.

Eat Pray Love

Nach (gefühlten) Ewigkeiten habe ich am Montag wieder einen Film gesehen. Es ist so arschteuer wenn man nicht die Kinodienstage nutzt! Aber egal. Es musste mal wieder sein.

Eat Pray Love (IMDB/Trailer)

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Wie so viele Filme zurzeit. Entweder sie basieren auf einer wahren Geschichte, oder sind eine Literaturverfilmung. Oder am besten noch, sie sind die Verfilmung eines Buches über eine wahre Geschichte. Wie Eat Pray Love.
Es ist die übliche Geschichte. Elizabeth Gilbert, Ehefrau, glücklich, genug Geld… und eben doch gar nicht so glücklich. Mit dem Herz immer woanders. Sie reicht die Scheidung ein, bricht Herzen, haut ab nach Italien, dann Indien, dann Indonesien. Sucht sich selbst, die Liebe zu sich selbst, zu Gott. Und findet all das, und noch mehr.

Es ist zweifellos ein sehr bunter Film. Die Kulissen, ob nun Italien oder Asien, sind wunderschön. Sie machen Lust auf Reisen, auf „sofort die Koffer packen“. Auch der Inhalt überzeugt. Es wird nichts beschönigt, sondern die Macken von Liz, und auch die, naja, anderen Lebensstandards der Reiseländer werden ausgereizt. Die Protagonistin ist am Ende, und man merkt es auch. Und geht mit ihr den Weg nach oben.

Ob der Film nun tatsächlich seine 140min lang sein muss? Jein. Einerseits ist es kein großes Filmepos, was diese zweieinhalb Stunden Zeit braucht, um eine unglaublich komplizierte Handlung zu erzählen — aber keine einzige Szene im Film war „verschwendet“ oder überflüssig. Außer vielleicht eine: in der Liz ihr [Spoiler?] Schweigegelübde nach sagenhaften 5 Minuten wieder bricht. Aber an sich ist klar, wieso. Der Gag war lohnenswert einzubauen, und man kann die einzige Hauptperson nicht lange wortlos durch den Film geistern lassen…

Elizabeth Gilbert wird von Julia Roberts gespielt. Was soll man mehr sagen. Diese Frau ist grandios und überzeugt mich immer wieder. Billy Crudup spielt ihren (Ex-)Ehemann. Der Name sagte mir nichts, sein Gesicht kam mir allerdings bekannt vor. Und angeblich hat er in einigen Filmen mitgespielt, die ich gesehen habe, wie Public Enemies, Snitch oder Big Fish. An seine Rolle in diesen Filmen kann ich mich beim besten Willen aber nicht erinnern. Naja.
Liz‘ Flirt nach der Ehe wird dafür von James Franco gespielt. Na, der ist einem doch bekannt. Mir am meisten durch die Spider-Man Trilogie als Harry Osborne, aber leider auch durch Nights in Rodanthe („Das Lächeln der Sterne“ – würrrghhh Nicholas Sparks).

Der Film lohnt sich wirklich. Fällt zwar wahrscheinlich für manche in die Sparte „langweiliger Frauenfilm“; aber das würde dem Film meiner Meinung nach nicht ganz gerecht. Er geht tiefer als eine schlichte Romanze.

So. Und ich will jetzt nach Bali.