Das war 2012

Juhu, ein Jahresrückblick! 2012 war … interessant. Hat schön angefangen, ging gut weiter, dann wurde es anstrengend und nervenaufreibend, dann hab ich mir einen Traum erfüllt, dann wurden mir Steine in den Weg gelegt, und irgendwie hört es jetzt mit ziemlich viel Pech auf. Naja. 🙂

Januar

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(v.l.n.r.: Frisch kurz nach Neujahr / Bestes Buch ever /
Drinks um die Premiere unseres Stücks zu feiern / kurz davor: Bühne aufbauen)

Silvester habe ich, genauso wie jetzt auch wieder, alleine und in aller Ruhe mit meiner Mama gefeiert. Es war ein schöner Start in das neue Jahr, mit Raclette und Sekt. Ich habe das neuste Buch von John Green gelesen und geheult wie ein Schlosshund. Wenn ihr gerne lest und euch The Fault in Our Stars (oder Das Schicksal ist ein mieser Verräter auf Deutsch) noch nicht angeschaut habt, ist das auf jeden Fall empfehlenswert!

Außerdem hat das Stück unserer English Drama Group an der Uni Paderborn, I Hate Hamlet,  Premiere gefeiert. Naja, „Premiere gefeiert“. Es gab ja nur drei Vorstellungen. Auf jeden Fall haben wir alle gut mitgefeiert hinterher, mit ganz schön starken Cocktails. Ich habe es bereut. 😀

Februar

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(Eine schottische Kuh in Olderdissen! / Ich auf der Bühne /
Meine süße Nichte / GEBURTSTAG!)

Ich war mit ein paar Twitter-Freunden in Olderdissen, ein kleiner Heimattierpark in Bielefeld. Da war ich seit meiner Kindheit nicht mehr, deswegen war es wahnsinnig spannend. Wobei ich sonst immer im Sommer da war, nie im verschneiten Winter! Aber es war richtig klasse und hat riesig Spaß gemacht. Auch wenn es richtig kalt war. Ansonsten fanden auch noch die letzten zwei Vorstellungen unseres Stücks statt, von dem ihr das zweite Foto da seht. Es hat wirklich Spaß gemacht, wieder auf der Bühne zu stehen, wobei ich mich persönlich jetzt nicht besonders gut fand.

Mitte Februar war dann die Taufe der Tochter meiner Schwester, wofür wir nach Irland geflogen sind (wo meine Schwester mit ihrem Freund lebt). Sie haben ein richtig schickes kleines Reihenhaus und einen superknuddligen Hund (mittlerweile sogar zwei)! Und meine Nichte ist einfach goldig. Auf dem Foto ist sie etwa zwei Monate alt. 🙂
Außerdem ist Februar ja mein Geburtstagsmonat … und dieses Jahr hielt dieser Tag eine tolle Überraschung für mich bereit: drei meiner liebsten Freunde (Stüffs, Sophie, Vero, s. Foto v.l.n.r.) sind NUR FÜR MICH 4 Stunden von Berlin nach Paderborn gezockelt, um mich für ein paar Stunden zu sehen, und dann wieder zurückzufahren. Meine Güte! Ich hab richtig geschrien, als ich sie im Treppenhaus sah. Die haben mir davon nichts verraten! Beste Überraschung überhaupt.

März

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(Jennifer Lawrence bei der Hunger Games Premiere / Fernsehturm /
Yarn Bombing in Wuppertal / Carry und ich in Osnabrück)

Im März habe ich meine Semesterferien voll ausgenutzt und bin ein bisschen in NRW rumgegurkt. Na gut, nicht nur in NRW. Zuerst war ich noch in Berlin, wo mir zum ersten Mal dieses Jahr mein Portemonnaie gemopst wurde. Während ich da war, fand die Hunger Games Premiere im Sony Center statt, was ich zufällig mitbekommen habe, also bin ich da spontan hingefahren. Wenn man sonst nichts besseres vorhat. 🙂 Habe dann auch glücklicherweise fast in der ersten Reihe hinter den Barrikaden gestanden, genau da, wo die Limousinen angehalten haben. Autogramme habe ich keine abbekommen, hatte eh nichts zum Signieren dabei, und wurde halb zu Tode gequetscht von übereifrigen Fanboys. Aber hey, Jennifer Lawrence! Sie ist mein spirit animal.

Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt war ich auch wieder in Wuppertal, wo ich Jule besucht hab. Es war toll, ihre Uni zu sehen – wo ich dieses coole Yarn Bombing Exemplar gefunden habe, das erste, das ich „live“ gesehen hab. Und, oh, die Wuppertaler Schwebebahn! Da hatte ich noch ganz vage Erinnerungen dran aus meiner Kindheit. War lustig.
Auch besucht habe ich Carry. Wir beide kennen uns schon ewig, durch das erste Forum das ich „damals“ in grauer Internet-Vorzeit besucht habe, aber obwohl wir recht nah beieinander wohnten, haben wir uns selten getroffen. Diesmal habe ich aber mein NRW-Ticket genutzt und bin nach Osnabrück. Die Stadt kannte ich ja schon halbwegs, weil mein Vater dort wohnt, aber trotzdem konnte Carry mir einige Orte zeigen, die mir unbekannt waren.

April

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(Ostern! / Mini-Kirmes auf dem Maspernplatz /
Friseurtermin / Sugar Cookies Erlebnis)

Zu Ostern war wieder meine Familie bei uns zu Besuch. Familie, das heißt mein Bruder, seine Frau und ihre beiden Söhne. Langsam wird es mit denen allerdings ziemlich voll in unserer kleinen Wohnung, besonders weil die Jungs jetzt von zu Hause ein relativ großes Haus gewöhnt sind. Trotzdem habe ich die vier immer gerne hier. Wie auch letztes Jahr haben mein großer Neffe und mein Bruder beim Osterlauf mitgemacht. Eigentlich wollte ich nächstes Jahr dann auch bei einem der kürzeren Läufe dabei sein, jetzt sieht es aber so aus, als wäre ich zu Ostern gar nicht in Deutschland. Wir werden sehen.

Meine Haare habe ich mir dann auch mal wieder kürzen lassen. Das gleiche wie immer: Pony her, Stufen rein, Spitzen ab. 😉
Zum Earth Day habe ich mich außerdem an Sugar Cookies versucht. Und habe zum wiederholten Male gemerkt, dass mir für’s Backen einfach die Geduld fehlt. Trotz Mehl klebte der Teig überall, war aber gleichzeitig total brüchig. Die Hälfte habe ich dann letztendlich entnervt weggeschmissen und dann nur ein Blech fertig gemacht, das ich mit einer eingefärbten Zuckerglasur in Weltkartenmanier verzierte. Immerhin sahen sie hinterher dann doch ganz cool aus.

Mai

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(Aufgebrezelt in Berlin / Hüttenpalast /
Kater meines Bruders / Traumhafte Aussicht)

Im Mai war ich dann nochmal in Berlin, diesmal mit meiner Mama für das alljährliche Networking-Event.  Da gibt es auch immer ein sehr tolles Buffet, also hatte ich mal wieder eine Ausrede, mich in ein schönes Kleid zu schmeißen, hihi. Danach sind wir dann noch ein paar Tage in Berlin geblieben, im Hüttenpalast. Ein sehr cooles Hostel: statt Zimmer gibt es kleine Wohnwagen und Blockhütten, die in einer alten kleine Fabrikhalle aufgebaut sind. Wer es sehr privat mag, wird hier wohl nicht besonders glücklich, weil in die Wagen bzw. Hütten wirklich nur die Betten reinpassen und man schon alles von den anderen Gästen mitkriegt, aber meiner Mama und mir hat es sehr gut gefallen. Die Leute vom Hostelbetrieb waren auch supernett da!

Zum ersten Mal war ich dann auch in der neuen Wohnung von meinem Bruder. Sehr hübsch. Ich habe das Haus einmal mitten im Renovierungswahn gesehen, und obwohl ich es schön fand, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es sich so nach „Zuhause“ anfühlen könnte wie deren alte Wohnung. Irrtum. Kaum da, schon daheim, sozusagen. Haben sie richtig toll gemacht. Fühle mich dort pudelwohl. Naja, sowieso. Sie haben einen Kater. Überall, wo es Katzen gibt, könnte ich glatt einziehen. Außerdem haben sie eine tolle Aussicht!

Juni

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(Oxford / Eselmütze /
Burger im Amerikanischen Diner / neue Schuhe)

Endlich war ich dann in Juni mal wieder im Oxford. Um meinen Exfreund zu besuchen. Gott, ich liebe diese Stadt! Sie ist so hübsch, hat so schöne Orte, nette Menschen, gute Geschäfte, ist nah an London, aber nicht ganz so teuer. Will. Hin. Als Souvenir habe ich mir dann auch eine ulkige Eselmütze von dort mitgebracht. Hihi.

In Paderborn hat eine neue Filiale des Road House aufgemacht. Ein American Diner. Ich fand’s … naja. Mäßig. Das Essen war okay, aber ein bisschen zu teuer, und das Ambiente war mehr „deutsches Standardrestaurant mit ein, zwei Retro-Dekorationen an der Wand“. Nix mit „authentisch“. Grr.
Oh, und neue Schuhe gab’s auch. 😛 wollte solche ähnlichen schon seit Ewigkeiten, habe sie dann endlich mal online entdeckt. (Bei zalando!)

Juli

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(Nächtliche Moleskine Verschönerung / Polkadotmesser! /
Deutsch? Nein, danke! / Reisepass)

Juli war relativ ereignislos. Ich war mit Hausarbeitschreiben beschäftigt, die Semesterferien fingen an, ich gammelte größtenteils zu Hause rum… so gab es dann auch eine Nacht, in der ich nicht schlafen konnte, und einfach alle Länder in meiner Moleskine Landkarte mit ihren Flaggen angemalt habe. Sieht schon hübsch aus. Werde ich nächstes Jahr im neuen Kalender alles nochmal machen (ohje!).
Das schöne Messer gab es auf der Kirmes hier in Paderborn. Habe es letztens auch in einem Laden in Oxford entdeckt und musste lachen. 🙂
Immerhin: ich wurde an einer Uni in England für mein Auslandsjahr angenommen! Woop woop!

Ansonsten habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Reisepass bestellt. Bin auch ziemlich glücklich darüber. Mein Hintergedanke war, den Perso dabeizuhaben um mich ausweisen zu können, und sollte der in London verloren gehen, hätte ich immer noch meinen Pass um aus dem Land zu kommen / mich ausweisen zu können. Weise, weise Voraussicht.

August

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(Ballontierschwerter / Laptoptasche /
Geschenk von Juliane / Familienfoto)

Ich bekam Besuch von einem Freund, dem ich seit Jahren Libori, die Kirmes in Paderborn, zeigen wollte. Endlich konnte er sich mal dazu aufraffen, et voilà! Wir haben uns von einem der Clowns, die auf Jahrmärkten immer mit Ballontieren rumlaufen, Schwerter machen lassen. Weil wir so cool sind. Riesenrad fahren und Schokofrüchte essen und gebrannte Mandeln kaufen gehörten natürlich auch dazu.
In Hinblick auf London habe ich mir dann eine Laptoptasche zugelegt. Erst hatte ich befürchtet, sie passt nicht wirklich, weil sie so riesig aussah, aber letztendlich ist sie genau richtig. Und so ein süßes Design!

Zum Abschied habe ich von Juliane ein gesticktes Geschenk bekommen. Eine Zeile aus meinem Lieblingsgedicht! Gerade ist mir aufgefallen, dass sie mir das eigentlich erst Anfang September gegeben hat, also eigentlich gar nicht in dieses Foto reingehört, aber ist mir jetzt auch egal. 😉
Gegen Ende August waren Mama und ich auf dem Geburtstag meiner Oma (väterlicherseits). Ich liebe diese Familie. Und es war toll, wieder (fast) alle meiner Cousins und Cousinen auf einem Haufen zu sehen! Die könnt ihr alle auf dem Foto sehen, mit mir und meiner Oma zusammen. Nur zwei Cousins fehlten, die leider nicht kommen konnten.

September

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(Elizabeth Tower / Aussicht von den Docklands /
Jessica und ich / Grab von Elizabeth I.)

Zeit für Veränderung! September war mein erster Monat in London. Alleine wohnen, neue Uni, neue Menschen, neues Land. Hui. Ich muss sagen, im Nachhinein würde ich nicht nochmal an diese Uni gehen. Glücklich werde ich da nicht. Auch wenn die Vorlesungen an sich Spaß machen. Irgendwas lässt zu wünschen übrig. Habe dann auch letztens erfahren, dass diese Uni beim Uni Ranking in England dieses Jahr den vorletzten Platz belegt hat. Ups! 😀

Immerhin ist die Aussicht ziemlich cool. Man schaut auf die Docklands und Teile der Themse, und in weiter Entfernung sieht man Canary Wharf. Besonders die Sonnenuntergänge können richtig wunderschön sein (siehe Foto).
Einer meiner ersten Erlebnisse in London war es, Westminster Abbey zu besuchen. Da habe ich das Grab von Elizabeth I. gesehen. Und fast geheult. Psst.

Oktober

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(London Comic Con / Darwin und ich /
Guy und ein Säbelzahntiger / Süßer Laden in Oxford)

Oktober war dann Schuld daran, dass ich mich noch ein bisschen mehr in England verliebt habe. Kostenlose Museen, Comic Con gleich nebenan und süße kleine Handarbeitsläden. Über das Natural History Musem in London habe ich hier ein bisschen mehr geschrieben.

Der Handarbeitsladen in Oxford (Darn it & Stitch) war ganz cool, allerdings fand ich es etwas schade, dass sie kaum Stickfaden hatten. Bzw. nichts von Anchor oder DMC, was die beiden gängigsten Marken sind, sondern nur sehr kleine Spulen und wenig Farbauswahl, die dann auch noch ziemlich überteuert waren. Aber sollte ich mal mit Nähen oder Stricken anfangen, komme ich definitiv nochmal hierhin zurück.

November

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(Vanillekipferl / Weihnachtsbäumchen /
Peppermint Hot Chocolate / Oh Gott, ein Hipster!)

Im November ging dann schon ganz extrem das Weihnachtsfieber los bei mir. Ich habe meine Lieblingsplätzchen gebacken – Vanillekipferl – die mir auch ganz gut gelungen sind (Eigenlob, Eigenlob!), habe mir ein kleines Weihnachtsbäumchen geholt und dekoriert, und schon ganz wild Geschenke gekauft oder ausgedacht.

Außerdem hat sich Starbucks sehr bei mir eingeschleimt, in dem sie wieder Pfefferminzsirup im Programm hatten. Vor zwei Jahren hatte ich in England bei Starbucks einen Peppermint Mocha gehabt und war verliebt. Pfefferminz und Schokolade ist die beste Kombination der Welt! Da ich aber kein Koffein mehr vertrage, bin ich dann auf heiße Schokolade umgestiegen. Habe mir mindestens einmal pro Woche eine geholt und war regelmäßig auf Wolke 7. Ich würde Pfefferminzschokolade heiraten, wenn ich könnte.

Auf dem letzten Bild seht ihr, wie ich mir die Brille von einem Freund geklaut habe. Ich finde, sie steht mir besser als ihm. 😛

Dezember

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(Neue Frisur! Känguru Burger /
Hobbit Premiere / Bryan Lee O’Malley)

Oh Gott, war das schwer, für den Dezember nur vier Fotos rauszusuchen! Es ist soviel passiert! Deswegen geht es jetzt wenig weihnachtlich umher und ich beschäftige mich eher mit den anderen Sachen. 😉

Erstmal war ich beim Friseur und habe eine ganz neue Frisur bekommen. Kurz! Bob! Ahh! Und ich liebe es! Ich glaube, so gut haben mir meine Haare noch nie gefallen. Ich war allerdings erstmal ziemlich geschockt. Obwohl ich gesagt habe, ich hätte sie gerne um einiges kürzer, war ich doch sehr meine Friseurin von zu Hause gewöhnt, die die Haare grundsätzlich 5 cm länger lässt, als man ansagt, und jetzt waren sie tatsächlich kurz. Und so hübsch! Von der Friseurin lasse ich mir jetzt immer die Haare schneiden. Sie war so lieb. Und so gut!

Auf dem Southbank Christmas Market (direkt beim London Eye) habe ich dann zum ersten Mal Kängurufleisch probiert. Irgendwie macht mich England abenteuerlich, was Essen angeht. Also, für meine Verhältnisse. Ich habe zum ersten Mal absichtlich Shrimps probiert, sowie den Känguruburger, und würde eigentlich gerne mehr in der Richtung machen. Ein Restaurant gibt es, das sowas wie Zebrafleisch oder Krokodil serviert. Allerdings ist das ziemlich teuer, leider.

Das Highlight des Monats war natürlich die Hobbit Premiere! Die Tickets waren teurer als ich laut aussprechen möchte, aber es war es sowas von wert. Am liebsten würde ich nächstes Jahr nochmal zur Premiere, aber da kann ich eigentlich gleich jetzt schon anfangen zu sparen. 😉
Und wie im letzten Eintrag schon berichtet, haben wir den Autor von Scott Pilgrim getroffen und zu einem Foto überreden können. Yay!
Nicht so toll war, dass mir zum zweiten Mal mein Portemonnaie geklaut wurde. Ärgerlich. Und so schlecht passe ich auf meine Sachen eigentlich gar nicht auf.

 

Das war also mein 2012 in Bildern. Ich wünsche euch allen Morgen einen guten Rutsch, und einen guten Start in das neue Jahr!

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche euch allen eine wunderschöne, besinnliche Festtagszeit. Feiert schön mit eurer Familie und/oder euren Liebsten, schlagt euch die Bäuche voll, und habt Spaß mit euren Geschenken. Alles Liebe!

Dankbarkeit (und: der Hobbit!)

Ich wollte nicht viel schreiben in letzter Zeit. Größtenteils deshalb, weil ich mich nach wie vor etwas schwer tue, mich an der Uni komplett einzufinden, sowohl vom Akademischen her gesehen als auch vom Menschlichen. Trotzdem waren die letzten zwei Monate sagenhaft.

London bringt einiges an Schwierigkeiten mit sich. Nahverkehr und Lebensmittel sind verdammt teuer, und wenn man als ortsansässiger trotzdem ein paar Touri-Sachen mitnehmen möchte, muss man auch ganz schön ins Portemonnaie greifen. Am „German Christmas Market“ am Southbank Centre – das ist direkt am London Eye, also der Touristenort schlechthin, und dazu dann noch das „deutsche Ambiente“ – zahlt man für eine recht mickrige Portion Currywurst (ohne Pommes oder sonstige Extras) stolze £5 (= ca. 6,20€).

Aber was man dafür an Erfahrungen mitnehmen kann, ist letztendlich alles wert. Am 7. Dezember hat es mich nach Soho verschlagen, denn der Autor von der einzigen Comicreihe, die ich je komplett gelesen habe, aka Bryan Lee O’Malley, Autor von Scott Pilgrim war mit seiner Frau in London zu Besuch und beide kamen zu Gosh Comics für  eine Signierstunde. Da ich nicht so schlau war, mir irgendwo vorher irgendein Scott Pilgrim Exemplar (günstig) zu kaufen, hab ich mir vor Ort die Coloured Version von Scott Pilgrim vs the World (Volume 2) gekauft. Yikes, sind Comicbücher teuer!

028(Scott Pilgrim vs the World, signiert nuuuur für mich)

Wir haben nicht besonders lange angestanden, obwohl viel los war. Vielleicht eine halbe Stunde. Hatten natürlich nicht so die Chance gehabt, großartig mit Bryan zu reden, also haben wir unsere Comics bekritzeln lassen, sind bei The Bratwurst essen gegangen und danach Richtung Piccadilly Circus zum Whole Foods marschiert. Auf dem Weg dahin kamen wir wieder bei Gosh Comics vorbei, und siehe da: die Signierstunde war vorbei, der Laden noch offen und wer stand da unbeschäftigt rum? Bryan Lee O’Malley. Wir also unauffällig wieder rein und haben noch ein paar Minuten geplaudert. Wobei da inhaltlich außer einem „We love your comics!! AND THE FILM!“ nicht viel bei rumgekommen ist. Aber dafür: ein Foto!

019(v.l.n.r.: Weltgrößter Scott Pilgrim Fan Platz 1, Bryan Lee O’Malley, Weltgrößter Scott Pilgrim Fan Platz 2 (aka: ich))

Die Woche drauf bekam ich dann eine SMS, dass an dem gleichen Tag im Apple Store n der Regent Street ein Meet the Cast mit Andy Serkis, Martin Freeman, Richard Armitage und Sir Ian McKellen stattfinden würde. Oh. Mein. Gott! Ich hatte an dem Tag schlecht geschlafen und musste noch einiges erledigen (mir war nämlich am Tag vorher in Covent Garden mein Portemonnaie geklaut worden), also bin ich abgehetzt und ohne einen Penny in der Tasche um 17 Uhr im Apple Store angekommen, eine halbe Stunde vor Anfang. Plätze waren keine mehr da (waren auch nur so ca. 30 – es war unglaublich klein und … öhöm… intim!), aber ich konnte in der ersten Reihe stehen. Meine Lieblingsstars saßen keine fünf Meter von mir entfernt! Es war wunderbar.

(v.l.n.r.: Richard Armitage, Martin Freeman, Andy Serkis, Sir Ian McKellen. Und eine Radiomoderatorin.)

Und, natürlich, wie sicherlich den wenigsten entgangen ist, war ich zwei Tage später dann auch noch selbst bei der Hobbit Premiere anwesend. Mit Black Tie Dresscode und allem. Fotos habe ich von der Premiere so gut wie gar keine gemacht, weil ich zu aufgeregt war. Ärgere mich ein bisschen, weil es schon toll war. Da wir aber eh das Spannende (die Stars auf dem roten, pardon, grünen Teppich) verpasst haben (außer einem Richard Armitage, der ein paar Meter neben uns hergegangen ist, als wir gerade zum Kinoeingang geschleust wurden), war wenig fotowürdig.

(Er ist im echten Leben noch gut aussehender als so schon. Sexy Dwarf.)

Und heute wurde angekündigt, dass mein Lieblings-Jugendbuchautor, John Green, Anfang Februar eine Veranstaltung in London und andere Städte hat. Da die Tickets für London selbst anscheinend schon ausgebucht sind und ich zurzeit keine Karte habe, mit der ich bezahlen kann (ich erwähnte ja… Portemonnaie gestohlen), werde ich wohl gucken müssen, was für mich übrig bleibt, und ob ich mir die Zugfahrt dahin leisten könnte! Däumchen drücken.

Im Großen und Ganzen finde ich es also absolut fantastisch, diese Chance zu haben, soviele tolle Dinge erleben zu können, und soviele Menschen zu treffen die mir viel bedeuten, oder etwas erschaffen haben was mir viel bedeutet. Happythankyoumoreplease!

Von Bussen und Klimaanlagen

Deutschland schwitzt wieder, seit ein paar Tagen. Ich bin ja jemand, der ab 25°C den Löffel abgibt. Oder sich im Haus verbarrikadiert, in der Hoffnung, dass die Hitze draußen bleibt (meistens Fehlanzeige).

Bei der aktuellen Hitzewelle und nach einem Besuch in einem hübsch klimatisierten Laden, musste ich an Klimaanlagen denken. Sie sind ein Segen. Und an die Paderborner Busse. Die machen alles falsch.

Fangen wir doch mal, zum Abkühlen, im Winter an. Es sind um die null Grad, vielleicht schneit es. Du hockst da mit deiner Winterjacke. Vielleicht noch Schal, Mütze, Handschuhe. Dein Bus kommt. Du hast eine zehnminütige Busfahrt vor dir, oder ein bisschen mehr.
Du betrittst den Bus – er ist wärmer als dein Wohnzimmer zu Hause. Unterwegs! Wenn man dick angezogen ist, und den Bus für nicht besonders lange Zeit mit seiner Anwesenheit beglückt, schwitzt man wie Sau, weil der Busfahrer es anscheinend gerne warm und kuschelig haben möchte. Alles ausziehen is nich, besonders nicht wenn es keinen Sitzplatz mehr gibt.

Und im Sommer? Das andere Extrem. 20-25°C draußen, echt noch nicht die Welt. Der Bus könnte vielleicht ein frisches Lüftchen vertragen. Und was ist? Klimaanlage auf volle Pulle, es ist so kalt wie im Kühlschrank. Man sitzt da in Shorts und Tanktop und wünscht sich eine Winterjacke herbei. Hat man natürlich nicht dabei. Weil, äähh, Sommer.

Kurz vor meiner letzten Uniwoche (also: Klausurenwoche!) haben mich zwei solcher extremklimatisierten Busfahrten um meine Gesundheit gebracht. Klingt jetzt dramatischer als es ist: ich habe mir eine Erkältung eingefangen. Im Sommer! Aah!

Was lernt man daraus? Auch im Sommer immer brav eine Jacke mitschleppen, wenn man auf die Öffentlichen angewiesen ist.

Sommersemester 2012

Mein zweites Semester ist irgendwie sehr komisch verlaufen. Für den Großteil der letzten drei Monate war ich krank, verschlepptes Magen-Darm-Zeugs, habe mich irgendwie durch das Semester gewurschtelt, Kurse hier und da liegen lassen weil es nicht mehr zu schaffen war, und bei den Kursen, die ich behalten habe, krampfhaft versucht nicht über die zwei erlaubten Fehlstunden hinaus zu kommen.

Natürlich hatte alles wieder unglaublich motiviert begonnen, mit frischem Start in das Sommersemester. Durch die blöde Krankheit und allgemeine Prokrastination und Unlust wurde das alles irgendwie … nichts und wieder nichts. Vielleicht ist das auch aber einfach die Studentenkrankheit. Wobei es meine Kommilitonen ja recht gut meistern.

(Die erste Semesterhälfte: Ostern, Pfannkuchen, Lunapark (=Mini-mini-mini Kirmes in Paderborn)

Letzte Woche kam dann auch noch eine blöde Erkältung dazu, weil es die Busfahrer es einfach nicht hinkriegen, das Klima im Bus zu regeln. Im Winter, wenn man da sitzt mit dicker Winterjacke, Schal und Mütze, powern sie die Heizung so hoch, dass einem der Schweiß runterläuft. Im Hochsommer, wenn es draußen mindestens 25°C sind, haben sie die Klimaanlage auf Hochdampf, was heißt, dass man eine dicke Jacke bräuchte, aber natürlich keine dabeihat – man ist ja für Sommerwetter angezogen. Und so habe ich mich erkältet.

Bloß dumm, dass ich gestern eine Klausur geschrieben habe. Ist aber ganz okay gelaufen – ich hätte sie mir zwar besser vorstellen können, aber dafür, dass ich die letzten 5 Tage fiebrig im Bett gelegen habe und nicht mehr zu Ende lernen konnte, ist es in Ordnung. Jetzt muss ich „nur noch“ zwei Bücher lesen, einige Stunden in der Mediathek absitzen und zwei (oder besser anderthalb) Hausarbeiten schreiben.

(Und die zweite Hälfte: Berlinreise, Rapsfelder, Kater meines Bruders, Oxford)

Außerdem habe ich letzte Woche eine Zusage aus England bekommen: nächstes Semester werde ich definitiv nach England gehen. Wobei sie mir nur für ein Semester zugesagt haben, was mich etwas irritiert; ich hatte mich für zwei beworben.

Noch dazu habe ich mich für einen Fachwechsel entschieden, wobei ich da noch darauf warte, dass meine Onlinebewerbung durchgeht. Wenn das klappt, wechsele ich von Geschichte zu Englischer Linguistik. So sehr ich Geschichte auch mag, ist das Fach für mich irgendwie nicht studierfähig. Und da ich jedes Mal Panik bekomme, wenn ich an ein Referat oder eine Hausarbeit auch nur denke, ist das so dann wohl besser.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was das nächste Semester (in England!! Yeaahh!) so bringen wird.

Hauptstadt Gourmande

Wie versprochen, wollte ich euch auch noch auf meine kleine kulinarische Reise durch Berlin mitnehmen. Sehr „abenteuerlich“ ist es sicherlich nicht geworden, aber ich habe zumindest zwei neue Lieblingscafés entdeckt – und auch der Rest konnte sich gut sehen lassen.

Ganz vorne weg trampelt natürlich das Goodies (dessen Website ich übrigens scheußlich finde… genauso wie die Tatsache, dass sie keine Facebook Fanseite haben, sondern man sie dort nur „befreunden“ kann. Ja, nee, klar, ich lasse ein ganzes Café alle meine Einträge lesen…).

Das Beste sind dort mit Abstand die Kaffeebecher zum Mitnehmen. Was nicht heißt, dass der Rest scheiße ist (ganz im Gegenteil!!), sondern, dass diese einfach nichts, aber auch gar nichts, überbieten kann. Schaut sie euch an! Ich gebe es ja gerne zu, ich konnte ihn nicht wegschmeißen und er steht jetzt hier zu Hause auf meiner Kommode. Jawoll.

Als erstes angefreundet habe ich mich dort aber mit diesem Pfefferminztee. Den kenne ich schon zur genüge aus der Ankerklause (zu der ich es dieses Mal nicht hingeschafft habe! Sad face!) – frische Pfefferminzblätter mit Wasser aufgebrüht. Er schmeckt soo viel besser und frischer als alle anderen Pfefferminztees! Möchte ich auch gerne mal zu Hause machen. Dazu möchte ich mir aber keine einzelnen Pfefferminzblätter kaufen, also muss das warten, bis ich mein eigenes Minzpflänzchen habe. ❤

Insgesamt war ich glaube ich viermal im Goodies, innerhalb einer Woche. Das sagt ja schon genug, oder?


Birnen-Schokomousse Torte. So lecker. So toll.


Und die Bagels sind auch genauso lecker wie sie aussehen. Wobei dieser hier ein etwas seltsamer Laugenbagel war, worauf ich irgendwie nicht vorbereitet war. Aber trotzdem gut.

Außerdem ganz neu entdeckt, da auch erst am 11.03. eröffnet, ist das freckles. Ein veganes Café in der Bergmannstraße – oder, besser gesagt, an der Bergmannstraße, die Seitenstraße gegenüber vom Ararat (btw: best „Schreibwaren“-Laden ever!) rein. Und was soll ich sagen; auch hier war es Liebe auf den ersten Blick. Genauso wie das Goodies (hups, das hab ich ja auch noch gar nicht gesagt) haben sie täglich wechselnde Kuchenangebote. Außerdem auch etwas täglich eine neue Quiche und eine Suppe im Angebot. Und alles vegan!


Ein Sahne/Nusskuchen. Wobei Sahne dann natürlich mit veganem Ersatz… ersetzt wurde. Dieser schmeckte ein bisschen wie flüssige Marshmallows – nur nicht so quietschsüß. 😀 Und sowieso, der Kuchen war T-O-L-L!

Das nächste Mal war mir dann mal nicht nach Kuchen (ja, das passiert auch…).


Also gab es für mich eine Zucchini-Quiche! Und auch sie war superlecker, wobei mir die Quiche, die meine Freundin J. am anderen Tag gegessen hatte, besser gefallen hat. Champignons!

Auf einem Spaziergang durch den Simon-Dach-Kiez habe ich mit einer Freundin dann auch noch einen Burritosladen entdeckt, der an dem Tag aber leider zu hatte (und wir außerdem schon mit Kuchen vollgestopft waren). Also hab ich ihn mir (mehr oder minder gut) gemerkt, und habe es dann mangels anderer Pläne an einem anderen Tag zwei weiteren Freunden vorgeschlagen. Also auf ging’s zu No Hablo Español in die Kopernikusstraße. Ich hab’s erstmal nicht gefunden und hatte ein verdammt schlechtes Gewissen, meinen Freunden Lust auf Burritos gemacht zu haben und ihnen dann nichts bieten zu können. Aber soo einen schlechten Orientierungssinn habe ich dann doch nicht und habe es doch noch wiederentdeckt!
Und obwohl ich (zumindest meiner Erinnerung nach) immer noch etwas von den Mission Burritos in England verwöhnt bin (best. burritos. ever.), habe ich bei NHE immerhin doch ein ganz gutes deutsches Äquivalent gefunden.


Das Foto ist jetzt nicht das allerhübscheste, weil ich den Burrito anknabbern musste, damit man überhaupt was vom Inhalt sah aber… lecker war’s. Was ihr hier seht, ist der „Basic Burrito“ – der billigste. 😛

Zu guter Letzt war ich dann noch mit zwei Freundinnen am vorletzten Tag am Schlesischen Tor, und da sind wir bei Salon Schmück gelandet. Mittendrin wurde mir der Laden etwas suspekt, weil wir definitiv im Nichtraucherbereich saßen (und neben eine Tür in den Raucherbereich führte), die Bedienung dann aber trotzdem irgendwann anfing, bei uns Aschenbecher zu verteilen und alle munter anfingen zu qualmen, aber da hab ich dann auch nichts mehr gegen gesagt. Komisch ist es trotzdem.


Die gegrillten Sandwiches waren so oder so toll. Mit Tomate, Mozzarella und Tomatenpesto. Mjam. 🙂

Und das war’s so weit auch schon fast von meinem kleinen Fressausflug in Berlin. Ich habe auch noch weitere Kuchen- und Teefotos vom Goodies, aber ich denke es reicht. Zu guter Letzt bekommt ihr jetzt nur noch ein Foto von einem leckeren Frozen Yogurt vom Wonderpots an der Friedrichstraße. Ich hatte die kleinste Größe und der Pott war trotzdem riiiiesig!

Macht’s gut! 😉

Hauptstadtfieber

Nachdem ich, wie ich so gerne gesagt habe, „eine ganze Schwangerschaftszeit lang“, also neun Monate, nicht in meiner Lieblingsstadt war, habe ich mir letzte Woche einen Berlin Trip gegönnt. Und ich habe nach langer Zeit mal wieder gemerkt, wie sehr mir diese widersprüchliche Stadt fehlt. Glamourös und dreckig, frech und elegant. Berlin hat alles. Für jeden.

Mittlerweile habe ich traurigerweise für mich herausgefunden, weil es mit mir und Berlin damals nicht geklappt hat – drei Monate habe ich es „ausgehalten“. Natürlich waren die ausschlaggebensten Faktoren keine, die mit Berlin direkt zu tun hatten. Trotzdem merke ich, dass Berlin mich schnell „überreizt“. Zuviele Eindrücke, die auch wenn die Stadt zum Alltag wird immer noch neu sind, die verarbeitet werden müssen. Wenn ich für eine Woche da bin und wirklich nichts anderes zu tun habe als die Stadt und meine Lieblingsmenschen dort zu genießen, dann geht das alles perfekt. Aber wenn die Stadt in den Hintergrund rückt und der Alltag das wichtige ist? Zumindest momentan habe ich nicht das Gefühl, dass ich dem gerecht werden könnte.

Stellt sich die Frage, ob so etwas in einer anderen, zufälligerweise auch nochmal mehr als doppelt so großen Stadt einfacher oder anders wird. Wenn alles glatt läuft, werde ich schließlich bald für ein Jahr in London oder Umgebung landen.

Meine Überforderung habe ich in Berlin dann auch gleich innerhalb der ersten 15 Minuten nach Ankunft unter Beweis stellen dürfen: mir wurde mein Portemonnaie geklaut. Ganz ehrlich, sowas ist mir noch nie passiert. Ich bin zwar Miss Zerstreutheit in Person, aber trotzdem passe ich auf meine Sieben Sachen eigentlich schon sehr gut auf. Naja. Einmal nicht,  und schwupps, weg. Immerhin ist gegen Ende der Woche das Portemonnaie samt Inhalt wieder aufgetaucht – allerdings natürlich ohne Bargeld.

Trotzdem habe ich es mir in Berlin gutgehen lassen. Zum Beispiel habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben Macarons gekauft. Erst wollte ich sie im überall bekannten Galeries Lafayette in der Friedrichstraße holen; dann dachte ich mir allerdings, lassen wir die Lafayette mal in Paris, und habe auf den Vorschlag meiner Freundin gehört: Mamsell Berlin, ein süßes kleines Café nahe der Eisenacher Straße. Sie hatten auch eine interessante Kuchenauswahl, die wir aber links liegen ließen. Angestiert habe ich dafür die Auswahl teurer französischer Schokoladentafeln – und eben die Macarons.

Wundervolle neue Cafés habe ich in Berlin auch entdeckt … aber dazu vielleicht ein Extra-Eintrag. Sonst wird es hier zu lang. 😉