Das war 2012

Juhu, ein Jahresrückblick! 2012 war … interessant. Hat schön angefangen, ging gut weiter, dann wurde es anstrengend und nervenaufreibend, dann hab ich mir einen Traum erfüllt, dann wurden mir Steine in den Weg gelegt, und irgendwie hört es jetzt mit ziemlich viel Pech auf. Naja. 🙂

Januar

Photo 26-12-2012 23 04 09
(v.l.n.r.: Frisch kurz nach Neujahr / Bestes Buch ever /
Drinks um die Premiere unseres Stücks zu feiern / kurz davor: Bühne aufbauen)

Silvester habe ich, genauso wie jetzt auch wieder, alleine und in aller Ruhe mit meiner Mama gefeiert. Es war ein schöner Start in das neue Jahr, mit Raclette und Sekt. Ich habe das neuste Buch von John Green gelesen und geheult wie ein Schlosshund. Wenn ihr gerne lest und euch The Fault in Our Stars (oder Das Schicksal ist ein mieser Verräter auf Deutsch) noch nicht angeschaut habt, ist das auf jeden Fall empfehlenswert!

Außerdem hat das Stück unserer English Drama Group an der Uni Paderborn, I Hate Hamlet,  Premiere gefeiert. Naja, „Premiere gefeiert“. Es gab ja nur drei Vorstellungen. Auf jeden Fall haben wir alle gut mitgefeiert hinterher, mit ganz schön starken Cocktails. Ich habe es bereut. 😀

Februar

Photo 27-12-2012 05 02 40
(Eine schottische Kuh in Olderdissen! / Ich auf der Bühne /
Meine süße Nichte / GEBURTSTAG!)

Ich war mit ein paar Twitter-Freunden in Olderdissen, ein kleiner Heimattierpark in Bielefeld. Da war ich seit meiner Kindheit nicht mehr, deswegen war es wahnsinnig spannend. Wobei ich sonst immer im Sommer da war, nie im verschneiten Winter! Aber es war richtig klasse und hat riesig Spaß gemacht. Auch wenn es richtig kalt war. Ansonsten fanden auch noch die letzten zwei Vorstellungen unseres Stücks statt, von dem ihr das zweite Foto da seht. Es hat wirklich Spaß gemacht, wieder auf der Bühne zu stehen, wobei ich mich persönlich jetzt nicht besonders gut fand.

Mitte Februar war dann die Taufe der Tochter meiner Schwester, wofür wir nach Irland geflogen sind (wo meine Schwester mit ihrem Freund lebt). Sie haben ein richtig schickes kleines Reihenhaus und einen superknuddligen Hund (mittlerweile sogar zwei)! Und meine Nichte ist einfach goldig. Auf dem Foto ist sie etwa zwei Monate alt. 🙂
Außerdem ist Februar ja mein Geburtstagsmonat … und dieses Jahr hielt dieser Tag eine tolle Überraschung für mich bereit: drei meiner liebsten Freunde (Stüffs, Sophie, Vero, s. Foto v.l.n.r.) sind NUR FÜR MICH 4 Stunden von Berlin nach Paderborn gezockelt, um mich für ein paar Stunden zu sehen, und dann wieder zurückzufahren. Meine Güte! Ich hab richtig geschrien, als ich sie im Treppenhaus sah. Die haben mir davon nichts verraten! Beste Überraschung überhaupt.

März

Photo 29-12-2012 03 54 56
(Jennifer Lawrence bei der Hunger Games Premiere / Fernsehturm /
Yarn Bombing in Wuppertal / Carry und ich in Osnabrück)

Im März habe ich meine Semesterferien voll ausgenutzt und bin ein bisschen in NRW rumgegurkt. Na gut, nicht nur in NRW. Zuerst war ich noch in Berlin, wo mir zum ersten Mal dieses Jahr mein Portemonnaie gemopst wurde. Während ich da war, fand die Hunger Games Premiere im Sony Center statt, was ich zufällig mitbekommen habe, also bin ich da spontan hingefahren. Wenn man sonst nichts besseres vorhat. 🙂 Habe dann auch glücklicherweise fast in der ersten Reihe hinter den Barrikaden gestanden, genau da, wo die Limousinen angehalten haben. Autogramme habe ich keine abbekommen, hatte eh nichts zum Signieren dabei, und wurde halb zu Tode gequetscht von übereifrigen Fanboys. Aber hey, Jennifer Lawrence! Sie ist mein spirit animal.

Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt war ich auch wieder in Wuppertal, wo ich Jule besucht hab. Es war toll, ihre Uni zu sehen – wo ich dieses coole Yarn Bombing Exemplar gefunden habe, das erste, das ich „live“ gesehen hab. Und, oh, die Wuppertaler Schwebebahn! Da hatte ich noch ganz vage Erinnerungen dran aus meiner Kindheit. War lustig.
Auch besucht habe ich Carry. Wir beide kennen uns schon ewig, durch das erste Forum das ich „damals“ in grauer Internet-Vorzeit besucht habe, aber obwohl wir recht nah beieinander wohnten, haben wir uns selten getroffen. Diesmal habe ich aber mein NRW-Ticket genutzt und bin nach Osnabrück. Die Stadt kannte ich ja schon halbwegs, weil mein Vater dort wohnt, aber trotzdem konnte Carry mir einige Orte zeigen, die mir unbekannt waren.

April

Photo 29-12-2012 04 01 17
(Ostern! / Mini-Kirmes auf dem Maspernplatz /
Friseurtermin / Sugar Cookies Erlebnis)

Zu Ostern war wieder meine Familie bei uns zu Besuch. Familie, das heißt mein Bruder, seine Frau und ihre beiden Söhne. Langsam wird es mit denen allerdings ziemlich voll in unserer kleinen Wohnung, besonders weil die Jungs jetzt von zu Hause ein relativ großes Haus gewöhnt sind. Trotzdem habe ich die vier immer gerne hier. Wie auch letztes Jahr haben mein großer Neffe und mein Bruder beim Osterlauf mitgemacht. Eigentlich wollte ich nächstes Jahr dann auch bei einem der kürzeren Läufe dabei sein, jetzt sieht es aber so aus, als wäre ich zu Ostern gar nicht in Deutschland. Wir werden sehen.

Meine Haare habe ich mir dann auch mal wieder kürzen lassen. Das gleiche wie immer: Pony her, Stufen rein, Spitzen ab. 😉
Zum Earth Day habe ich mich außerdem an Sugar Cookies versucht. Und habe zum wiederholten Male gemerkt, dass mir für’s Backen einfach die Geduld fehlt. Trotz Mehl klebte der Teig überall, war aber gleichzeitig total brüchig. Die Hälfte habe ich dann letztendlich entnervt weggeschmissen und dann nur ein Blech fertig gemacht, das ich mit einer eingefärbten Zuckerglasur in Weltkartenmanier verzierte. Immerhin sahen sie hinterher dann doch ganz cool aus.

Mai

Photo 29-12-2012 04 05 13
(Aufgebrezelt in Berlin / Hüttenpalast /
Kater meines Bruders / Traumhafte Aussicht)

Im Mai war ich dann nochmal in Berlin, diesmal mit meiner Mama für das alljährliche Networking-Event.  Da gibt es auch immer ein sehr tolles Buffet, also hatte ich mal wieder eine Ausrede, mich in ein schönes Kleid zu schmeißen, hihi. Danach sind wir dann noch ein paar Tage in Berlin geblieben, im Hüttenpalast. Ein sehr cooles Hostel: statt Zimmer gibt es kleine Wohnwagen und Blockhütten, die in einer alten kleine Fabrikhalle aufgebaut sind. Wer es sehr privat mag, wird hier wohl nicht besonders glücklich, weil in die Wagen bzw. Hütten wirklich nur die Betten reinpassen und man schon alles von den anderen Gästen mitkriegt, aber meiner Mama und mir hat es sehr gut gefallen. Die Leute vom Hostelbetrieb waren auch supernett da!

Zum ersten Mal war ich dann auch in der neuen Wohnung von meinem Bruder. Sehr hübsch. Ich habe das Haus einmal mitten im Renovierungswahn gesehen, und obwohl ich es schön fand, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es sich so nach „Zuhause“ anfühlen könnte wie deren alte Wohnung. Irrtum. Kaum da, schon daheim, sozusagen. Haben sie richtig toll gemacht. Fühle mich dort pudelwohl. Naja, sowieso. Sie haben einen Kater. Überall, wo es Katzen gibt, könnte ich glatt einziehen. Außerdem haben sie eine tolle Aussicht!

Juni

Photo 29-12-2012 04 09 24
(Oxford / Eselmütze /
Burger im Amerikanischen Diner / neue Schuhe)

Endlich war ich dann in Juni mal wieder im Oxford. Um meinen Exfreund zu besuchen. Gott, ich liebe diese Stadt! Sie ist so hübsch, hat so schöne Orte, nette Menschen, gute Geschäfte, ist nah an London, aber nicht ganz so teuer. Will. Hin. Als Souvenir habe ich mir dann auch eine ulkige Eselmütze von dort mitgebracht. Hihi.

In Paderborn hat eine neue Filiale des Road House aufgemacht. Ein American Diner. Ich fand’s … naja. Mäßig. Das Essen war okay, aber ein bisschen zu teuer, und das Ambiente war mehr „deutsches Standardrestaurant mit ein, zwei Retro-Dekorationen an der Wand“. Nix mit „authentisch“. Grr.
Oh, und neue Schuhe gab’s auch. 😛 wollte solche ähnlichen schon seit Ewigkeiten, habe sie dann endlich mal online entdeckt. (Bei zalando!)

Juli

Photo 29-12-2012 04 14 49
(Nächtliche Moleskine Verschönerung / Polkadotmesser! /
Deutsch? Nein, danke! / Reisepass)

Juli war relativ ereignislos. Ich war mit Hausarbeitschreiben beschäftigt, die Semesterferien fingen an, ich gammelte größtenteils zu Hause rum… so gab es dann auch eine Nacht, in der ich nicht schlafen konnte, und einfach alle Länder in meiner Moleskine Landkarte mit ihren Flaggen angemalt habe. Sieht schon hübsch aus. Werde ich nächstes Jahr im neuen Kalender alles nochmal machen (ohje!).
Das schöne Messer gab es auf der Kirmes hier in Paderborn. Habe es letztens auch in einem Laden in Oxford entdeckt und musste lachen. 🙂
Immerhin: ich wurde an einer Uni in England für mein Auslandsjahr angenommen! Woop woop!

Ansonsten habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Reisepass bestellt. Bin auch ziemlich glücklich darüber. Mein Hintergedanke war, den Perso dabeizuhaben um mich ausweisen zu können, und sollte der in London verloren gehen, hätte ich immer noch meinen Pass um aus dem Land zu kommen / mich ausweisen zu können. Weise, weise Voraussicht.

August

Photo 29-12-2012 04 21 04
(Ballontierschwerter / Laptoptasche /
Geschenk von Juliane / Familienfoto)

Ich bekam Besuch von einem Freund, dem ich seit Jahren Libori, die Kirmes in Paderborn, zeigen wollte. Endlich konnte er sich mal dazu aufraffen, et voilà! Wir haben uns von einem der Clowns, die auf Jahrmärkten immer mit Ballontieren rumlaufen, Schwerter machen lassen. Weil wir so cool sind. Riesenrad fahren und Schokofrüchte essen und gebrannte Mandeln kaufen gehörten natürlich auch dazu.
In Hinblick auf London habe ich mir dann eine Laptoptasche zugelegt. Erst hatte ich befürchtet, sie passt nicht wirklich, weil sie so riesig aussah, aber letztendlich ist sie genau richtig. Und so ein süßes Design!

Zum Abschied habe ich von Juliane ein gesticktes Geschenk bekommen. Eine Zeile aus meinem Lieblingsgedicht! Gerade ist mir aufgefallen, dass sie mir das eigentlich erst Anfang September gegeben hat, also eigentlich gar nicht in dieses Foto reingehört, aber ist mir jetzt auch egal. 😉
Gegen Ende August waren Mama und ich auf dem Geburtstag meiner Oma (väterlicherseits). Ich liebe diese Familie. Und es war toll, wieder (fast) alle meiner Cousins und Cousinen auf einem Haufen zu sehen! Die könnt ihr alle auf dem Foto sehen, mit mir und meiner Oma zusammen. Nur zwei Cousins fehlten, die leider nicht kommen konnten.

September

Photo 30-12-2012 17 17 11
(Elizabeth Tower / Aussicht von den Docklands /
Jessica und ich / Grab von Elizabeth I.)

Zeit für Veränderung! September war mein erster Monat in London. Alleine wohnen, neue Uni, neue Menschen, neues Land. Hui. Ich muss sagen, im Nachhinein würde ich nicht nochmal an diese Uni gehen. Glücklich werde ich da nicht. Auch wenn die Vorlesungen an sich Spaß machen. Irgendwas lässt zu wünschen übrig. Habe dann auch letztens erfahren, dass diese Uni beim Uni Ranking in England dieses Jahr den vorletzten Platz belegt hat. Ups! 😀

Immerhin ist die Aussicht ziemlich cool. Man schaut auf die Docklands und Teile der Themse, und in weiter Entfernung sieht man Canary Wharf. Besonders die Sonnenuntergänge können richtig wunderschön sein (siehe Foto).
Einer meiner ersten Erlebnisse in London war es, Westminster Abbey zu besuchen. Da habe ich das Grab von Elizabeth I. gesehen. Und fast geheult. Psst.

Oktober

Photo 30-12-2012 17 24 28
(London Comic Con / Darwin und ich /
Guy und ein Säbelzahntiger / Süßer Laden in Oxford)

Oktober war dann Schuld daran, dass ich mich noch ein bisschen mehr in England verliebt habe. Kostenlose Museen, Comic Con gleich nebenan und süße kleine Handarbeitsläden. Über das Natural History Musem in London habe ich hier ein bisschen mehr geschrieben.

Der Handarbeitsladen in Oxford (Darn it & Stitch) war ganz cool, allerdings fand ich es etwas schade, dass sie kaum Stickfaden hatten. Bzw. nichts von Anchor oder DMC, was die beiden gängigsten Marken sind, sondern nur sehr kleine Spulen und wenig Farbauswahl, die dann auch noch ziemlich überteuert waren. Aber sollte ich mal mit Nähen oder Stricken anfangen, komme ich definitiv nochmal hierhin zurück.

November

Photo 30-12-2012 17 30 31
(Vanillekipferl / Weihnachtsbäumchen /
Peppermint Hot Chocolate / Oh Gott, ein Hipster!)

Im November ging dann schon ganz extrem das Weihnachtsfieber los bei mir. Ich habe meine Lieblingsplätzchen gebacken – Vanillekipferl – die mir auch ganz gut gelungen sind (Eigenlob, Eigenlob!), habe mir ein kleines Weihnachtsbäumchen geholt und dekoriert, und schon ganz wild Geschenke gekauft oder ausgedacht.

Außerdem hat sich Starbucks sehr bei mir eingeschleimt, in dem sie wieder Pfefferminzsirup im Programm hatten. Vor zwei Jahren hatte ich in England bei Starbucks einen Peppermint Mocha gehabt und war verliebt. Pfefferminz und Schokolade ist die beste Kombination der Welt! Da ich aber kein Koffein mehr vertrage, bin ich dann auf heiße Schokolade umgestiegen. Habe mir mindestens einmal pro Woche eine geholt und war regelmäßig auf Wolke 7. Ich würde Pfefferminzschokolade heiraten, wenn ich könnte.

Auf dem letzten Bild seht ihr, wie ich mir die Brille von einem Freund geklaut habe. Ich finde, sie steht mir besser als ihm. 😛

Dezember

Photo 30-12-2012 17 36 02
(Neue Frisur! Känguru Burger /
Hobbit Premiere / Bryan Lee O’Malley)

Oh Gott, war das schwer, für den Dezember nur vier Fotos rauszusuchen! Es ist soviel passiert! Deswegen geht es jetzt wenig weihnachtlich umher und ich beschäftige mich eher mit den anderen Sachen. 😉

Erstmal war ich beim Friseur und habe eine ganz neue Frisur bekommen. Kurz! Bob! Ahh! Und ich liebe es! Ich glaube, so gut haben mir meine Haare noch nie gefallen. Ich war allerdings erstmal ziemlich geschockt. Obwohl ich gesagt habe, ich hätte sie gerne um einiges kürzer, war ich doch sehr meine Friseurin von zu Hause gewöhnt, die die Haare grundsätzlich 5 cm länger lässt, als man ansagt, und jetzt waren sie tatsächlich kurz. Und so hübsch! Von der Friseurin lasse ich mir jetzt immer die Haare schneiden. Sie war so lieb. Und so gut!

Auf dem Southbank Christmas Market (direkt beim London Eye) habe ich dann zum ersten Mal Kängurufleisch probiert. Irgendwie macht mich England abenteuerlich, was Essen angeht. Also, für meine Verhältnisse. Ich habe zum ersten Mal absichtlich Shrimps probiert, sowie den Känguruburger, und würde eigentlich gerne mehr in der Richtung machen. Ein Restaurant gibt es, das sowas wie Zebrafleisch oder Krokodil serviert. Allerdings ist das ziemlich teuer, leider.

Das Highlight des Monats war natürlich die Hobbit Premiere! Die Tickets waren teurer als ich laut aussprechen möchte, aber es war es sowas von wert. Am liebsten würde ich nächstes Jahr nochmal zur Premiere, aber da kann ich eigentlich gleich jetzt schon anfangen zu sparen. 😉
Und wie im letzten Eintrag schon berichtet, haben wir den Autor von Scott Pilgrim getroffen und zu einem Foto überreden können. Yay!
Nicht so toll war, dass mir zum zweiten Mal mein Portemonnaie geklaut wurde. Ärgerlich. Und so schlecht passe ich auf meine Sachen eigentlich gar nicht auf.

 

Das war also mein 2012 in Bildern. Ich wünsche euch allen Morgen einen guten Rutsch, und einen guten Start in das neue Jahr!

Dankbarkeit (und: der Hobbit!)

Ich wollte nicht viel schreiben in letzter Zeit. Größtenteils deshalb, weil ich mich nach wie vor etwas schwer tue, mich an der Uni komplett einzufinden, sowohl vom Akademischen her gesehen als auch vom Menschlichen. Trotzdem waren die letzten zwei Monate sagenhaft.

London bringt einiges an Schwierigkeiten mit sich. Nahverkehr und Lebensmittel sind verdammt teuer, und wenn man als ortsansässiger trotzdem ein paar Touri-Sachen mitnehmen möchte, muss man auch ganz schön ins Portemonnaie greifen. Am „German Christmas Market“ am Southbank Centre – das ist direkt am London Eye, also der Touristenort schlechthin, und dazu dann noch das „deutsche Ambiente“ – zahlt man für eine recht mickrige Portion Currywurst (ohne Pommes oder sonstige Extras) stolze £5 (= ca. 6,20€).

Aber was man dafür an Erfahrungen mitnehmen kann, ist letztendlich alles wert. Am 7. Dezember hat es mich nach Soho verschlagen, denn der Autor von der einzigen Comicreihe, die ich je komplett gelesen habe, aka Bryan Lee O’Malley, Autor von Scott Pilgrim war mit seiner Frau in London zu Besuch und beide kamen zu Gosh Comics für  eine Signierstunde. Da ich nicht so schlau war, mir irgendwo vorher irgendein Scott Pilgrim Exemplar (günstig) zu kaufen, hab ich mir vor Ort die Coloured Version von Scott Pilgrim vs the World (Volume 2) gekauft. Yikes, sind Comicbücher teuer!

028(Scott Pilgrim vs the World, signiert nuuuur für mich)

Wir haben nicht besonders lange angestanden, obwohl viel los war. Vielleicht eine halbe Stunde. Hatten natürlich nicht so die Chance gehabt, großartig mit Bryan zu reden, also haben wir unsere Comics bekritzeln lassen, sind bei The Bratwurst essen gegangen und danach Richtung Piccadilly Circus zum Whole Foods marschiert. Auf dem Weg dahin kamen wir wieder bei Gosh Comics vorbei, und siehe da: die Signierstunde war vorbei, der Laden noch offen und wer stand da unbeschäftigt rum? Bryan Lee O’Malley. Wir also unauffällig wieder rein und haben noch ein paar Minuten geplaudert. Wobei da inhaltlich außer einem „We love your comics!! AND THE FILM!“ nicht viel bei rumgekommen ist. Aber dafür: ein Foto!

019(v.l.n.r.: Weltgrößter Scott Pilgrim Fan Platz 1, Bryan Lee O’Malley, Weltgrößter Scott Pilgrim Fan Platz 2 (aka: ich))

Die Woche drauf bekam ich dann eine SMS, dass an dem gleichen Tag im Apple Store n der Regent Street ein Meet the Cast mit Andy Serkis, Martin Freeman, Richard Armitage und Sir Ian McKellen stattfinden würde. Oh. Mein. Gott! Ich hatte an dem Tag schlecht geschlafen und musste noch einiges erledigen (mir war nämlich am Tag vorher in Covent Garden mein Portemonnaie geklaut worden), also bin ich abgehetzt und ohne einen Penny in der Tasche um 17 Uhr im Apple Store angekommen, eine halbe Stunde vor Anfang. Plätze waren keine mehr da (waren auch nur so ca. 30 – es war unglaublich klein und … öhöm… intim!), aber ich konnte in der ersten Reihe stehen. Meine Lieblingsstars saßen keine fünf Meter von mir entfernt! Es war wunderbar.

(v.l.n.r.: Richard Armitage, Martin Freeman, Andy Serkis, Sir Ian McKellen. Und eine Radiomoderatorin.)

Und, natürlich, wie sicherlich den wenigsten entgangen ist, war ich zwei Tage später dann auch noch selbst bei der Hobbit Premiere anwesend. Mit Black Tie Dresscode und allem. Fotos habe ich von der Premiere so gut wie gar keine gemacht, weil ich zu aufgeregt war. Ärgere mich ein bisschen, weil es schon toll war. Da wir aber eh das Spannende (die Stars auf dem roten, pardon, grünen Teppich) verpasst haben (außer einem Richard Armitage, der ein paar Meter neben uns hergegangen ist, als wir gerade zum Kinoeingang geschleust wurden), war wenig fotowürdig.

(Er ist im echten Leben noch gut aussehender als so schon. Sexy Dwarf.)

Und heute wurde angekündigt, dass mein Lieblings-Jugendbuchautor, John Green, Anfang Februar eine Veranstaltung in London und andere Städte hat. Da die Tickets für London selbst anscheinend schon ausgebucht sind und ich zurzeit keine Karte habe, mit der ich bezahlen kann (ich erwähnte ja… Portemonnaie gestohlen), werde ich wohl gucken müssen, was für mich übrig bleibt, und ob ich mir die Zugfahrt dahin leisten könnte! Däumchen drücken.

Im Großen und Ganzen finde ich es also absolut fantastisch, diese Chance zu haben, soviele tolle Dinge erleben zu können, und soviele Menschen zu treffen die mir viel bedeuten, oder etwas erschaffen haben was mir viel bedeutet. Happythankyoumoreplease!

London Called. I Answered.

Woah, was. Wie, ich bin schon seit sechs Wochen hier und habe immer noch nicht gebloggt? Ähh, ähm, ja, also… ‚tschuldigung.

Was mache ich hier? Studieren. Für ein Jahr. Wo? In East London? Warum? Weil ich es kann!
Ich bin (erst?) in meinem zweiten Studienjahr, aber ich wollte unbedingt nach England, also hab ich Erasmus beiseite gelassen und das Ganze selbst auf die Beine gestellt, und hier bin ich nun.

Das Studium gefällt mir sehr gut, aber zurzeit hat mich die mir übliche Herbst-Lethargie erwischt, sodass ich nicht besonders viel unternommen habe – bisher!
In der ersten Woche ging es zur Westminster Abbey. £13 für den Eintritt, autsch. Wunderschön, allerdings. Wobei ich sagen muss, solange sie für Touristen geöffnet ist, ist sie weniger Atem beraubend als man meinen möchte. Viele Menschen, viele Geräusche, viel „Tourismus“. Wir sind allerdings für die Abendandacht geblieben, die jeder (ohne Kosten) besuchen kann. Zu diesem Zeitpunkt war die Abbey leergepustet und die Größe konnte wirken. Die Andacht selbst war auch wunderschön.

Fotos waren in der Kirche selbst nicht erlaubt, also mussten wir uns mit dem Hinterhof begnügen. Schön genug war der aber auch.

Und, naja. Ich weiß ja, dass Westminster Abbey die Kirche ist, in der die meisten britischen Monarchen gekrönt wurden, geheiratet haben, und begraben sind. Ich hab dem Audio Guide munter zugehört, als er über die Gräber von diversen Henrys und Edwards geredet hat. Und immer noch nicht begriffen, dass das auch bedeutete, dass das Grab von Elizabeth der I., AKA meine Lieblingskönigin, AKA Rieseninspiration für mich in der Abbey sein würde. Als ich dann von dem Audiogerät angeleitet wurde, „nach links zum Grab von Elizabeth I. zu gehen“, war das mein Stichwort für Pipi in den Augen.

An einem anderen Tag war ich dann im Natural History Museum. Das Beste an Londoner Museen – und ich glaube britischen Museen im Allgemeinen? – ist, dass die wenigsten Eintritt verlangen, abgesehen von Special Exhibitions. Kultur für lau! Und da ich ja Dinos über (fast) alles liebe, musste natürlich das NHM herhalten.

Um ehrlich zu sein: es ist zwar unterhaltsam, groß, und schon irgendwie cool, aber gerade der Dinosaurierteil ist etwas enttäuschend. Es ist atmosphärisch abgedunkelt, um ach-so-gruselig zu sein, und man wird auf eine Brücke gelotst. Diese Brücke führt über den „kleineren“ Teil der Dinosaurierausstellung, sprich kleine Fundstücke wie Klauen, Eier, etc., und links und rechts von der Brücke sind die Skelette der großen Dinosaurier an Seilen aufgehängt.  Ich mag meine Dinos lieber erreichbar, fast zum Anfassen (aber eben nur fast) und zum Davor-Stehen-und-Fotos-machen. Siehe Säbelzahntiger oben.

Außerdem fand ich nicht besonders viel zum Thema Anthropologie, sprich Geschichte des Menschen. Das kann aber auch gut daran gelegen haben, dass ich blind daran vorbeigelaufen bin, weil wir uns (besonders mein Mitstreiter) eher für die Dinos und Meeressaurier interessiert haben. Es gab definitiv eine Biologieabteilung, die wir uns grob angeguckt haben, aber ich sah eben nichts zu unseren Vorfahren. Müsste es eigentlich gegeben haben. Das klingt doch schwer nach einem erneuten Besuch?


Darwin und ich sind Bros, yo.

Sommersemester 2012

Mein zweites Semester ist irgendwie sehr komisch verlaufen. Für den Großteil der letzten drei Monate war ich krank, verschlepptes Magen-Darm-Zeugs, habe mich irgendwie durch das Semester gewurschtelt, Kurse hier und da liegen lassen weil es nicht mehr zu schaffen war, und bei den Kursen, die ich behalten habe, krampfhaft versucht nicht über die zwei erlaubten Fehlstunden hinaus zu kommen.

Natürlich hatte alles wieder unglaublich motiviert begonnen, mit frischem Start in das Sommersemester. Durch die blöde Krankheit und allgemeine Prokrastination und Unlust wurde das alles irgendwie … nichts und wieder nichts. Vielleicht ist das auch aber einfach die Studentenkrankheit. Wobei es meine Kommilitonen ja recht gut meistern.

(Die erste Semesterhälfte: Ostern, Pfannkuchen, Lunapark (=Mini-mini-mini Kirmes in Paderborn)

Letzte Woche kam dann auch noch eine blöde Erkältung dazu, weil es die Busfahrer es einfach nicht hinkriegen, das Klima im Bus zu regeln. Im Winter, wenn man da sitzt mit dicker Winterjacke, Schal und Mütze, powern sie die Heizung so hoch, dass einem der Schweiß runterläuft. Im Hochsommer, wenn es draußen mindestens 25°C sind, haben sie die Klimaanlage auf Hochdampf, was heißt, dass man eine dicke Jacke bräuchte, aber natürlich keine dabeihat – man ist ja für Sommerwetter angezogen. Und so habe ich mich erkältet.

Bloß dumm, dass ich gestern eine Klausur geschrieben habe. Ist aber ganz okay gelaufen – ich hätte sie mir zwar besser vorstellen können, aber dafür, dass ich die letzten 5 Tage fiebrig im Bett gelegen habe und nicht mehr zu Ende lernen konnte, ist es in Ordnung. Jetzt muss ich „nur noch“ zwei Bücher lesen, einige Stunden in der Mediathek absitzen und zwei (oder besser anderthalb) Hausarbeiten schreiben.

(Und die zweite Hälfte: Berlinreise, Rapsfelder, Kater meines Bruders, Oxford)

Außerdem habe ich letzte Woche eine Zusage aus England bekommen: nächstes Semester werde ich definitiv nach England gehen. Wobei sie mir nur für ein Semester zugesagt haben, was mich etwas irritiert; ich hatte mich für zwei beworben.

Noch dazu habe ich mich für einen Fachwechsel entschieden, wobei ich da noch darauf warte, dass meine Onlinebewerbung durchgeht. Wenn das klappt, wechsele ich von Geschichte zu Englischer Linguistik. So sehr ich Geschichte auch mag, ist das Fach für mich irgendwie nicht studierfähig. Und da ich jedes Mal Panik bekomme, wenn ich an ein Referat oder eine Hausarbeit auch nur denke, ist das so dann wohl besser.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was das nächste Semester (in England!! Yeaahh!) so bringen wird.

Semesterferien

Das war es also, das erste Semester. Es ist vorbei! AHH!
Es ist echt ein ungewohnter Gedanke, jetzt für zwei Monate auf einmal wieder tun und lassen zu können, was ich will. Wochenenden verlieren wieder an Bedeutung, denn ausschlafen kann man ja auch so. 😛 Ich habe mich schon über die Winterferien herzlichst gelangweilt, deswegen strecke ich jetzt meine Fühler in alle Richtungen, um zu schauen, womit ich meine Zeit denn so verbringe.
Morgen früh fliege ich erstmal für eine Woche nach Irland, zur Taufe meiner kleinen Nichte. Sühühüüüß! Und danach die Woche ist immerhin auch schon halb verplant. Dann ist auch schon mein Geburtstag, für den ich 5 Tage Besuch bekomme.
Dann wieder zwei Wochen unverplant (bisher), am 3.3. kommt die liebe Juliane aus Hamburg für ein paar Tage her, und danach…?!?! Da hab ich noch einen ganzen Monat! AHHHH!!
Ich würd ja gern noch nach Berlin. Wer weiß, vielleicht krieg ich das hin.

Ansonsten, das Semester war… okay. Es war nicht geplant, dass ich kurz vor der ersten Klausur einen mittelschweren Nervenzusammenbruch wegen meiner allerallerersten Trennung (*scha-nief*) erleide, und es war ebensowenig geplant, dass ich vor lauter Verwirrung einfach „irgendwas“ wähle, bei dem sich jetzt irgendwie rausstellt, dass ich da im Endeffekt meine Zeit vergeudet hat, weil es irgendwie nicht in meine Studienordnung reingepasst hat… höh. Es ist VERWIRREND. Bevor ich die Kurse für’s nächste Semester wähle, sollte ich dann vielleicht doch mal zur Studienberatung hoppeln. Ich hab ja ZEIT dafür!

Fotos gibt’s heute mal nicht weil is nich. 😛

Man kommt ja sonst zu nichts.

Jap, die Uni hat mich schwer im Griff. Mein Stundenplan ist geregelt, bis auf einige verwirrende Sachen in Geschichte, aber das sollte sich dann auch relativ bald regeln. Bald schon kommt die nächste aufregende Phase, und zwar die Prüfungsanmeldung. Da wir dieses Jahr der erste Jahrgang sind, die das alles elektronisch regeln, dürfen wir uns jetzt Ende Oktober bis November, nach zwei bis drei Wochen Uni, entscheiden, worin wir Prüfungsleistungen erbringen wollen. Wobei uns eigentlich noch der Überblick fehlt, wo wir überhaupt welche machen können! Aber ist ja egal. 🙂

Ich hetze die letzten paar Wochen auch nur schwer gestresst von A nach B, selbst an meinen freien Tagen wie heute, das Gefühl von AAAAAAHH ICH MUSS NOCH XYZ TUN UND ÜBERHAUPT lässt einen auch am Wochenende nicht los.

Ein bisschen was hab ich die letzten Tage aber doch irgendwie hingekriegt! (Da meine Mutter die letzten zwei Wochen mit ihrer Kamera nach Irland abgehauen ist, gibt’s von mir diesmal nur Handyfotos)


Darf ich vorstellen: Frederick, das Drachenbäumchen. Nein, wirklich, die Pflanze heißt echt so. Also Drachenbaum. Nicht Frederick. Das war dann doch mein Verdienst.
Frederick’s Blumenerde schimmelt ein kleines bisschen. Ab und zu. Ich weiß nicht wieso… bisher hab ich den Schimmel einfach nur abgekratzt. Hmm. Er muss auch demnächst wirklich mal umgetopft werden, aber dafür muss erstmal Blumenerde her!


Die Marke SIX (Achtung, große Flashsite mit nerviger Musik… hmpf…) hat seit neustem eine Filiale in Paderborn. Und oh mein Gott, bin ich verliebt! Ich mochte deren Schmuck ja eh schon lange (auch wenn es übliche „Modeschmuck“ Qualität ist), aber in den Laden könnte ich einziehen. Hab bestimmt 20 Paar Ohrringe gefunden, die ich hätte mitnehmen können, von dem restlichen Schmuck- und Accessoirezeugs ganz zu schweigen. Letztendlich ist es nur dieses Paar süßer Eulenohrringe geworden. ❤ Eulen!
Aber die sortieren riesig schnell um… viele der Sachen, die ich letzte Woche in der Hand hatte und gemocht hatte, hab ich gestern im Laden gar nicht mehr gesehen!


Ich hab endlich wieder eine Uhr! Diese habe ich im Fundus meiner Mutter entdeckt (Mamiii, brauchst du die noch?). Sie brauchte nur eine neue Batterie, also hab ich die zügig bei Kaufhof wechseln lassen. Ging sehr fix. Ausgesucht hätte ich mir die Uhr selbst wohl nicht – ich finde sie sehr hübsch, aber ich komme mit eckigen Uhrdisplays nicht so klar. Aber man gewöhnt sich dran, deshalb bin ich sehr, sehr glücklich, nicht mehr zeitlos rumzulaufen. 😉

Hachja. Ich geb mir Mühe, mal wieder öfter was von mir hören zu lassen. Meine Mutter hat mir zwei Backaromen aus Irland mitgebracht, und wenn mein Engländer endlich in die Pötte kommt, schickt er mir aus England demnächst auch ein paar, und an den darauf folgenden Backexperimenten lasse ich euch gerne teilhaben. ;D

Die ersten Tage an der Uni

Das Foto (via meinem Dailybooth Profil) beschreibt meinen Gemützustand zur Zeit eigentlich am Besten. Seit Mittwoch hat die Uni angefangen – bzw. zuerst einmal die Einführungswoche. Ich hab viele wunderbare neue Leute kennengelernt, mit denen ich mich auch sehr gut verstehe.

Am Freitag sollten wir uns dann alle für unsere Veranstaltungen via Internetprogramm anmelden. Ab 14 Uhr. Ja… das Programm schmierte natürlich sofort ab, eine Seite brauchte 10min zu laden (und ich habe gutes Internet!) … und sobald es dann doch ging waren alle  Veranstaltungen voll. Für Geschichte hab ich mich jetzt für irgendwas angemeldet, von dem ich noch nicht mal wirklich weiß, ob das überhaupt meine Pflichtveranstaltungen erfüllt, für Englisch tauchen manche Kurse zwar im Veranstaltungskalender, aber nicht auf der Anmeldungsseite auf. Drama, Chaos, Drama.

Der allgemeine Ratschlag ist, sich die Veranstaltungen rauszusuchen, zu denen man hinwill/muss, und dann einfach hinzugehen. Klingt ja einleuchtend. Als Ersti kann man ja schlecht was anderes als die Einführungsseminare machen.

Und jetzt liege ich gerade mit fiesen Halsschmerzen im Bett. Der Herbst hat mich wärmstens empfangen. 😉
Hoffen wir mal, das ist bis morgen besser, schließlich wollen wir nicht die ganze Uni vollhusten.