Von Bussen und Klimaanlagen

Deutschland schwitzt wieder, seit ein paar Tagen. Ich bin ja jemand, der ab 25°C den Löffel abgibt. Oder sich im Haus verbarrikadiert, in der Hoffnung, dass die Hitze draußen bleibt (meistens Fehlanzeige).

Bei der aktuellen Hitzewelle und nach einem Besuch in einem hübsch klimatisierten Laden, musste ich an Klimaanlagen denken. Sie sind ein Segen. Und an die Paderborner Busse. Die machen alles falsch.

Fangen wir doch mal, zum Abkühlen, im Winter an. Es sind um die null Grad, vielleicht schneit es. Du hockst da mit deiner Winterjacke. Vielleicht noch Schal, Mütze, Handschuhe. Dein Bus kommt. Du hast eine zehnminütige Busfahrt vor dir, oder ein bisschen mehr.
Du betrittst den Bus – er ist wärmer als dein Wohnzimmer zu Hause. Unterwegs! Wenn man dick angezogen ist, und den Bus für nicht besonders lange Zeit mit seiner Anwesenheit beglückt, schwitzt man wie Sau, weil der Busfahrer es anscheinend gerne warm und kuschelig haben möchte. Alles ausziehen is nich, besonders nicht wenn es keinen Sitzplatz mehr gibt.

Und im Sommer? Das andere Extrem. 20-25°C draußen, echt noch nicht die Welt. Der Bus könnte vielleicht ein frisches Lüftchen vertragen. Und was ist? Klimaanlage auf volle Pulle, es ist so kalt wie im Kühlschrank. Man sitzt da in Shorts und Tanktop und wünscht sich eine Winterjacke herbei. Hat man natürlich nicht dabei. Weil, äähh, Sommer.

Kurz vor meiner letzten Uniwoche (also: Klausurenwoche!) haben mich zwei solcher extremklimatisierten Busfahrten um meine Gesundheit gebracht. Klingt jetzt dramatischer als es ist: ich habe mir eine Erkältung eingefangen. Im Sommer! Aah!

Was lernt man daraus? Auch im Sommer immer brav eine Jacke mitschleppen, wenn man auf die Öffentlichen angewiesen ist.

Sommersemester 2012

Mein zweites Semester ist irgendwie sehr komisch verlaufen. Für den Großteil der letzten drei Monate war ich krank, verschlepptes Magen-Darm-Zeugs, habe mich irgendwie durch das Semester gewurschtelt, Kurse hier und da liegen lassen weil es nicht mehr zu schaffen war, und bei den Kursen, die ich behalten habe, krampfhaft versucht nicht über die zwei erlaubten Fehlstunden hinaus zu kommen.

Natürlich hatte alles wieder unglaublich motiviert begonnen, mit frischem Start in das Sommersemester. Durch die blöde Krankheit und allgemeine Prokrastination und Unlust wurde das alles irgendwie … nichts und wieder nichts. Vielleicht ist das auch aber einfach die Studentenkrankheit. Wobei es meine Kommilitonen ja recht gut meistern.

(Die erste Semesterhälfte: Ostern, Pfannkuchen, Lunapark (=Mini-mini-mini Kirmes in Paderborn)

Letzte Woche kam dann auch noch eine blöde Erkältung dazu, weil es die Busfahrer es einfach nicht hinkriegen, das Klima im Bus zu regeln. Im Winter, wenn man da sitzt mit dicker Winterjacke, Schal und Mütze, powern sie die Heizung so hoch, dass einem der Schweiß runterläuft. Im Hochsommer, wenn es draußen mindestens 25°C sind, haben sie die Klimaanlage auf Hochdampf, was heißt, dass man eine dicke Jacke bräuchte, aber natürlich keine dabeihat – man ist ja für Sommerwetter angezogen. Und so habe ich mich erkältet.

Bloß dumm, dass ich gestern eine Klausur geschrieben habe. Ist aber ganz okay gelaufen – ich hätte sie mir zwar besser vorstellen können, aber dafür, dass ich die letzten 5 Tage fiebrig im Bett gelegen habe und nicht mehr zu Ende lernen konnte, ist es in Ordnung. Jetzt muss ich „nur noch“ zwei Bücher lesen, einige Stunden in der Mediathek absitzen und zwei (oder besser anderthalb) Hausarbeiten schreiben.

(Und die zweite Hälfte: Berlinreise, Rapsfelder, Kater meines Bruders, Oxford)

Außerdem habe ich letzte Woche eine Zusage aus England bekommen: nächstes Semester werde ich definitiv nach England gehen. Wobei sie mir nur für ein Semester zugesagt haben, was mich etwas irritiert; ich hatte mich für zwei beworben.

Noch dazu habe ich mich für einen Fachwechsel entschieden, wobei ich da noch darauf warte, dass meine Onlinebewerbung durchgeht. Wenn das klappt, wechsele ich von Geschichte zu Englischer Linguistik. So sehr ich Geschichte auch mag, ist das Fach für mich irgendwie nicht studierfähig. Und da ich jedes Mal Panik bekomme, wenn ich an ein Referat oder eine Hausarbeit auch nur denke, ist das so dann wohl besser.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was das nächste Semester (in England!! Yeaahh!) so bringen wird.

Avengers, Assemble!

Oh wow. Ich war also heute im Kino. The Avengers. Vier Kinos in Deutschland (in Essen, Berlin, Paderborn und… das letzte haben sie irgendwie gar nicht erwähnt?) hatten das Glück, einen Livestream der Europapremiere in London, sowie eine anschließende Preview des Films zu sehen, im Originalton. Klar, das lasse ich mir doch nicht entgehen. Auch für 10€ nicht. (Wobei das in manchen Kinos ja mittlerweile Standardpreise sind… besonders für 3D. Aua, aua, aua.)

Das ganze Spektakel war von Anfang an ziemlich … interessant. Bezeichnend waren die vier Männer in schwarzen Anzügen, die mit Adleraugen darauf aufpassten, dass niemand während des Films sein Handy oder seine Kamera zückt. Der Film ist ja offiziell noch nicht angelaufen – nirgends.
Präsentiert wurde das ganze von Deutschlands Seite aus von ProSieben. Leider. Glücklicherweise allerdings gab es da zunächst Probleme mit der Satellitenübertragung, sodass wir zunächst die offizielle britische Übertragung gesehen hatten. Irgendwann funkte dann aber die *hust* total tolle *hust hust* Annemarie Warnkross dazwischen. Und begann zu labern. Und zwar Schrott. Und zwar viel Schrott. Es ging von „Eric Bänä“, der vor Mark Ruffalo den Hulk gespielt hat, zu „si ÄH-wenndschas“ (Betonung auf „ÄH“), die wir bald sehen würden. Die beiden Mädels kreischte (!) sie jeweils an, wie toll doch deren Kleider wären, fragte beide die gleichen generischen Fragen („Wie lange hast du trainiert??“ – „War’s toll endlich mal Jungs zu verhauen??“) und kurzum… blamierte sich maßlos. Ich fand die eigentliche Moderation der ganzen Red Carpet Show im Westfield Shopping Centre um einiges interessanter. Die allgemeine Stimmung im Kino machte ähnliches aus. Auch hinterher, auf dem Weg nach draußen hörte ich immer wieder Stimmen von wegen „kein Wunder, dass die Welt nicht viel von Deutschland hält, wenn wir so jemanden zu solchen Events schicken“. Absolut.

Genug zum Fremdschämen, mehr zum Film. Ich hatte selten so viel Spaß an einem Film. Das letzte Mal ist sehr, sehr lange her. Natürlich ist das Tempo im Film ziemlich angezogen – Action Film schließlich – also kamen auch die Sprüche in ähnlichem Tempo. Besonders wenn man einen Charakter wie Tony Stark im Team hat. Es war mitreißend, spannend, witzig, und vor allen Dingen: gut gemacht.
Was ich vergessen hatte (und deshalb keine Kontaktlinsen dabei hatte, grrr), war, dass es in 3D gezeigt wurde. Ich habe mir jetzt schon mehrere 3D Filme zu Leibe geführt (Avatar, Fluch der Karibik 4, und ich könnte schwören, da wäre noch einer gewesen), und so langsam scheinen sie es echt draufzuhaben, diese… Kinomenschen. Während es bei Avatar zwar interessant, aber doch sehr kopfschmerzenbereitend war und in Fluch der Karibik nicht wirklich ausgeschöpft wurde, bietet The Avengers wirklich ein gutes Maß an 3D Arbeit. Es wurde viel mit Einstellungen und Shots gespielt, interessante Perspektiven und Spielereien, es hat gesessen und es wurde einem nicht schwindlig. Bis auf eine Sache. Ein einziges Haus. Vor dem Stark Tower ist ein etwas altmodisches Haus, das Statuen auf dem Dach hat. Ihr wisst schon, wie die Quadriga auf dem Brandernburger Tor zum Beispiel. Diese Figuren sind in mehr als einer Szene platt. An sich war es zu schnell vorbei um wirklich genau was zu sehen / etwas darüber sagen zu können, aber ich könnte schwören…!!
Das war aber auch schon der einzige 3D „Fehler“, den ich mitbekommen habe.

Von den teilweise genialen Witzen würde ich euch an sich gerne erzählen, allerdings sind sie so ziemlich alle ziemlich, ziemlich spoilerhaft, also behalte ich das lieber für mich. Deswegen verbleibt für mich nur noch zu sagen:

Der deutsche Kinostart für The Avengers ist der 26. April. 🙂

Hauptstadt Gourmande

Wie versprochen, wollte ich euch auch noch auf meine kleine kulinarische Reise durch Berlin mitnehmen. Sehr „abenteuerlich“ ist es sicherlich nicht geworden, aber ich habe zumindest zwei neue Lieblingscafés entdeckt – und auch der Rest konnte sich gut sehen lassen.

Ganz vorne weg trampelt natürlich das Goodies (dessen Website ich übrigens scheußlich finde… genauso wie die Tatsache, dass sie keine Facebook Fanseite haben, sondern man sie dort nur „befreunden“ kann. Ja, nee, klar, ich lasse ein ganzes Café alle meine Einträge lesen…).

Das Beste sind dort mit Abstand die Kaffeebecher zum Mitnehmen. Was nicht heißt, dass der Rest scheiße ist (ganz im Gegenteil!!), sondern, dass diese einfach nichts, aber auch gar nichts, überbieten kann. Schaut sie euch an! Ich gebe es ja gerne zu, ich konnte ihn nicht wegschmeißen und er steht jetzt hier zu Hause auf meiner Kommode. Jawoll.

Als erstes angefreundet habe ich mich dort aber mit diesem Pfefferminztee. Den kenne ich schon zur genüge aus der Ankerklause (zu der ich es dieses Mal nicht hingeschafft habe! Sad face!) – frische Pfefferminzblätter mit Wasser aufgebrüht. Er schmeckt soo viel besser und frischer als alle anderen Pfefferminztees! Möchte ich auch gerne mal zu Hause machen. Dazu möchte ich mir aber keine einzelnen Pfefferminzblätter kaufen, also muss das warten, bis ich mein eigenes Minzpflänzchen habe. ❤

Insgesamt war ich glaube ich viermal im Goodies, innerhalb einer Woche. Das sagt ja schon genug, oder?


Birnen-Schokomousse Torte. So lecker. So toll.


Und die Bagels sind auch genauso lecker wie sie aussehen. Wobei dieser hier ein etwas seltsamer Laugenbagel war, worauf ich irgendwie nicht vorbereitet war. Aber trotzdem gut.

Außerdem ganz neu entdeckt, da auch erst am 11.03. eröffnet, ist das freckles. Ein veganes Café in der Bergmannstraße – oder, besser gesagt, an der Bergmannstraße, die Seitenstraße gegenüber vom Ararat (btw: best „Schreibwaren“-Laden ever!) rein. Und was soll ich sagen; auch hier war es Liebe auf den ersten Blick. Genauso wie das Goodies (hups, das hab ich ja auch noch gar nicht gesagt) haben sie täglich wechselnde Kuchenangebote. Außerdem auch etwas täglich eine neue Quiche und eine Suppe im Angebot. Und alles vegan!


Ein Sahne/Nusskuchen. Wobei Sahne dann natürlich mit veganem Ersatz… ersetzt wurde. Dieser schmeckte ein bisschen wie flüssige Marshmallows – nur nicht so quietschsüß. 😀 Und sowieso, der Kuchen war T-O-L-L!

Das nächste Mal war mir dann mal nicht nach Kuchen (ja, das passiert auch…).


Also gab es für mich eine Zucchini-Quiche! Und auch sie war superlecker, wobei mir die Quiche, die meine Freundin J. am anderen Tag gegessen hatte, besser gefallen hat. Champignons!

Auf einem Spaziergang durch den Simon-Dach-Kiez habe ich mit einer Freundin dann auch noch einen Burritosladen entdeckt, der an dem Tag aber leider zu hatte (und wir außerdem schon mit Kuchen vollgestopft waren). Also hab ich ihn mir (mehr oder minder gut) gemerkt, und habe es dann mangels anderer Pläne an einem anderen Tag zwei weiteren Freunden vorgeschlagen. Also auf ging’s zu No Hablo Español in die Kopernikusstraße. Ich hab’s erstmal nicht gefunden und hatte ein verdammt schlechtes Gewissen, meinen Freunden Lust auf Burritos gemacht zu haben und ihnen dann nichts bieten zu können. Aber soo einen schlechten Orientierungssinn habe ich dann doch nicht und habe es doch noch wiederentdeckt!
Und obwohl ich (zumindest meiner Erinnerung nach) immer noch etwas von den Mission Burritos in England verwöhnt bin (best. burritos. ever.), habe ich bei NHE immerhin doch ein ganz gutes deutsches Äquivalent gefunden.


Das Foto ist jetzt nicht das allerhübscheste, weil ich den Burrito anknabbern musste, damit man überhaupt was vom Inhalt sah aber… lecker war’s. Was ihr hier seht, ist der „Basic Burrito“ – der billigste. 😛

Zu guter Letzt war ich dann noch mit zwei Freundinnen am vorletzten Tag am Schlesischen Tor, und da sind wir bei Salon Schmück gelandet. Mittendrin wurde mir der Laden etwas suspekt, weil wir definitiv im Nichtraucherbereich saßen (und neben eine Tür in den Raucherbereich führte), die Bedienung dann aber trotzdem irgendwann anfing, bei uns Aschenbecher zu verteilen und alle munter anfingen zu qualmen, aber da hab ich dann auch nichts mehr gegen gesagt. Komisch ist es trotzdem.


Die gegrillten Sandwiches waren so oder so toll. Mit Tomate, Mozzarella und Tomatenpesto. Mjam. 🙂

Und das war’s so weit auch schon fast von meinem kleinen Fressausflug in Berlin. Ich habe auch noch weitere Kuchen- und Teefotos vom Goodies, aber ich denke es reicht. Zu guter Letzt bekommt ihr jetzt nur noch ein Foto von einem leckeren Frozen Yogurt vom Wonderpots an der Friedrichstraße. Ich hatte die kleinste Größe und der Pott war trotzdem riiiiesig!

Macht’s gut! 😉

Hauptstadtfieber

Nachdem ich, wie ich so gerne gesagt habe, „eine ganze Schwangerschaftszeit lang“, also neun Monate, nicht in meiner Lieblingsstadt war, habe ich mir letzte Woche einen Berlin Trip gegönnt. Und ich habe nach langer Zeit mal wieder gemerkt, wie sehr mir diese widersprüchliche Stadt fehlt. Glamourös und dreckig, frech und elegant. Berlin hat alles. Für jeden.

Mittlerweile habe ich traurigerweise für mich herausgefunden, weil es mit mir und Berlin damals nicht geklappt hat – drei Monate habe ich es „ausgehalten“. Natürlich waren die ausschlaggebensten Faktoren keine, die mit Berlin direkt zu tun hatten. Trotzdem merke ich, dass Berlin mich schnell „überreizt“. Zuviele Eindrücke, die auch wenn die Stadt zum Alltag wird immer noch neu sind, die verarbeitet werden müssen. Wenn ich für eine Woche da bin und wirklich nichts anderes zu tun habe als die Stadt und meine Lieblingsmenschen dort zu genießen, dann geht das alles perfekt. Aber wenn die Stadt in den Hintergrund rückt und der Alltag das wichtige ist? Zumindest momentan habe ich nicht das Gefühl, dass ich dem gerecht werden könnte.

Stellt sich die Frage, ob so etwas in einer anderen, zufälligerweise auch nochmal mehr als doppelt so großen Stadt einfacher oder anders wird. Wenn alles glatt läuft, werde ich schließlich bald für ein Jahr in London oder Umgebung landen.

Meine Überforderung habe ich in Berlin dann auch gleich innerhalb der ersten 15 Minuten nach Ankunft unter Beweis stellen dürfen: mir wurde mein Portemonnaie geklaut. Ganz ehrlich, sowas ist mir noch nie passiert. Ich bin zwar Miss Zerstreutheit in Person, aber trotzdem passe ich auf meine Sieben Sachen eigentlich schon sehr gut auf. Naja. Einmal nicht,  und schwupps, weg. Immerhin ist gegen Ende der Woche das Portemonnaie samt Inhalt wieder aufgetaucht – allerdings natürlich ohne Bargeld.

Trotzdem habe ich es mir in Berlin gutgehen lassen. Zum Beispiel habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben Macarons gekauft. Erst wollte ich sie im überall bekannten Galeries Lafayette in der Friedrichstraße holen; dann dachte ich mir allerdings, lassen wir die Lafayette mal in Paris, und habe auf den Vorschlag meiner Freundin gehört: Mamsell Berlin, ein süßes kleines Café nahe der Eisenacher Straße. Sie hatten auch eine interessante Kuchenauswahl, die wir aber links liegen ließen. Angestiert habe ich dafür die Auswahl teurer französischer Schokoladentafeln – und eben die Macarons.

Wundervolle neue Cafés habe ich in Berlin auch entdeckt … aber dazu vielleicht ein Extra-Eintrag. Sonst wird es hier zu lang. 😉

DayZeroProject: Origami Kranich

Es geht doch nichts über Freunde, die einem das Leben wirklich bereichern. Ich hatte die letzten Tage Besuch von Juliane, die mir bei einem Punkt meines fast vergessenenen Day Zero Project geholfen hat:

#27: Learn how to make an origami crane

Ich habe mittlerweile an die zehn Stück gefaltet. Natürlich sind sie noch etwas holprig, aber eigentlich geht es schon. Zumindest sind sie halbwegs ansehnlich.

Es ist gut, dass ich jemanden hatte, der es mir geduldig beibringt. Solche Sachen sind an sich ja sehr einfach alleine zu lernen, aber mir fehlt da einfach die Geduld. Wenn ich irgendwie nicht darauf klarkomme, wie das Ergebnis auszusehen hat, bin ich viel, viel zu ungeduldig für den Weg dorthin.

So. Und wer bringt mir jetzt Stricken, Häkeln, Nähen und Sticken bei? 😀

Von Reisen, Essen und Geburtstagen

Irgendwie bin ich in den Semesterferien beschäftigter, als ich es zu jedem Zeitpunkt während der Vorlesungszeit war – bis auf vielleicht die Klausuren- und Theaterphase. Da ich ja mein tolles 365 Project mache, hab ich ja das perfekte Begleitmaterial für meine Geschichten.

Mitte Februar haben wir meine Schwester in Irland besucht, weil meine Nichte getauft wurde. Ich habe es geliebt! Generell habe ich ja eh eine Affinität für beide Arten der Inselaffen da oben. Und ich muss sagen, England fühlt sich definitiv mehr nach „zu Hause“ an. Irland ist wie der kleine, nette Bruder. Immerhin gab es dort Bagels! Und, zugegeben, was es in England nicht gibt: Eddie Rocket’s (American Diner), wo es die weltbesten Chili Fries gibt. Keine Übertreibung! Ich habe mich seit Monaten danach gesehnt, und bin jetzt sehr, sehr neidisch auf mein past self, das sie gegessen hat.
Ebenso neidisch könnte ich auf mein past self sein, dass es meine Nichte im Arm haben konnte. Ist sie nicht süß?

Als ich dann wieder daheim war, stand zum ersten Mal seit Ewigkeiten mal wieder Vapiano an. Und ich mag es immer noch. Was ich dann gleich unter Beweis stellte, indem ich dreimal in etwa zwei Wochen dort aß. Öhm. Ups.

Am 19. Februar hatte ich dann Geburtstag, und kann ohne groß Nachzudenken sagen, dass es mein bester Geburtstag bisher war. Drei Freundinnen aus Berlin haben sich für 5h (!) auf Deutschlands Straßen bewegt, um an dem Tag herzukommen. Und ich hatte keine Ahnung. Ich habe geschrien. Laut. Es war so toll! Und von ihnen sind die Narzissen auf dem Foto. (Mittlerweile sind die eingegangen, aber pscht!)
Die Woche drauf war ich mit ein paar alten und neuen Freunden in Düsseldorf und Köln, wo wir erst bei einem japanischen Fotoautomaten (purikura, quietschebunte Fotos!) waren, später noch in einem Schwarz/Weiß Photoautomaten in Köln. Der war etwas anders als die, die ich aus Berlin kenne – zum Beispiel haben die Fotostreifen hinterher extrem nach Schwefel gestunken und die Fotos wurden leicht gelblich. Egal. Trotzdem toll.

Anfang März traf ich dann endlich mal wieder (!!) Carolin – wir kennen uns schon ungefähr zehn Jahre aus dem Internet und haben es jetzt geschafft, uns zum gerade mal zweiten Mal zu treffen. Ich habe sie in Osnabrück besucht, und sie hat mir ihre Stadt gezeigt. Ich mag Osna! Sehr viele schöne alte Gebäude, schöne Innenstadt, hihi ❤
Habe auch zum erstem Mal Frozen Yogurt probiert. Empfehlenswert. Mjamm.

Außerdem habe ich Jule in Wuppertal besucht. Vor Jahren (mindestens ein Jahrzehnt her) hat mein Vater dort mal gewohnt und deshalb hatte ich ganz, ganz vage Erinnerungen an die Stadt. Naja, eigentlich nur an die Schwebebahn. Es war auf jeden Fall sehr interessant. Und Jules Uni ist genauso ein schrecklich grauer 70er Jahre Bau wie die Paderborner Uni! 😀